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DER WALHAI friedlicher gigant der meere

MEINE BEGEGNUNG MIT DEM WALHAI

18/10/2012 Ich war im Oktober auf der Insel Mahé um ein paar Tage Urlaub zu machen und mich vom Stress des Alltags ein wenig zu erholen. Natürlich wollte ich auch ein paar schöne Fotos von den paradiesischen Stränden der Seychellen mit nach Hause nehmen. Aus dem Internet wusste ich, dass zu dieser Zeit die größten Fische unserer Erde vor der Küste anzutreffen sind. Eine Begegnung mit den sanften Riesen hatte ich jedoch nicht eingeplant, da kommerzielle Ausflüge zu den Walhaien auf den Seychellen nicht direkt angeboten werden, jedenfalls konnte ich keine diesbezügliche Offerte irgendwo entdecken. Durch einen Zufall lernte ich einen Taucher kennen, der Kontakte zum „MCS“ hatte. Die „MCS“ (Marine Conservation Society) wurde 1983 gegründet und ist eine gemeinnützige Institution die sich den Schutz und Erhalt von Meereslebensräumen, Küstengebieten und den dort vorkommenden Lebewesen verschrieben hat. Und genau diese Organisation flog in einem Ultraleichtflieger jeden Tag vor meinem Hotel über dem Meer und hielt, was ich anfangs noch nicht wusste, Ausschau nach dem größten Fisch den es auf der Erde gibt um diese zu dokumentieren und zu vermessen. Allerdings blieben die Walhaie dieses Jahr aus und erst zwei Tage vor meiner Abreise wurden die ersten Riesenhaie gesichtet. Ein Anruf meiner Bekanntschaft überbrachte mir die Nachricht, dass die ersten Walhaie vor der Küste gesichtet wurden und ich, wenn ich Lust hätte, mit dem „MCS“ hinaus fahren könne um die Walhaie zu beobachten. Und ob ich Lust hatte! Ich fuhr also zur „Anse A La Mouche“ wo das Boot mit der Crew vom „MCS“ schon auf mich wartete. Ich war total aufgeregt, denn wann nähert man sich schon mal hautnah einem bis zu 18 Meter langen Tier, welches mit mehr als 30 Tonnen so schwer ist wie ein Lastwagen! Während der Bootsfahrt bekam ich noch einiges an Wissen vermittelt und natürlich den Walhai-Knigge, einige wichtige Verhaltensregeln wie etwa; unter keinen Umständen den Walhai berühren, denn obwohl seine Haut 15 cm dick ist, so ist sie doch auch sehr empfindlich und der Hai könnte mit unvorhersehbaren Verhalten reagieren. Mindestens 4 Meter Abstand zu der mannshohen Schwanzflosse halten, nur seitlich schwimmen und nicht direkt vor dem 1,5 Meter breiten Maul. Sollte der Hai auf mich zu schwimmen dann unbedingt still im Wasser verharren denn der Hai schwimmt dann um mich herum. „Na hoffentlich weiß das dann auch der Hai, dass er so reagieren soll“, dachte ich bei mir. Unser Boot wird begleitet vom Ultraleichtflieger, der hoch über uns fliegt und Ausschau nach den Haien hält. Vom Boot aus können selbst größere Tiere kaum ausgemacht werden, der Blickwinkel aufs Wasser ist einfach zu flach. Nach einer knappen Stunde meldet sich der Pilot vom Flieger per Walky Talky, Walhai voraus auf ein Uhr. Der Skipper gibt Gas und so langsam wird es hektisch auf dem Boot. Ich ziehe meine Schwimmflossen an und setze die Taucherbrille auf, schalte meine Kamera an und überprüfe nochmals ob alles richtig eingestellt ist. Die letzten Meter fährt das Boot dann ganz langsam und dann sehe ich ihn meinen ersten Walhai. Zum Greifen nahe, nur knapp unter der Wasseroberfläche gleitet der Koloss in Zeitlupe an unserem Boot vorbei. Der Skipper bringt das Boot in Position und ich bekomme das Signal, dass ich ins Wasser springen kann. Ich klettere, mit meinen Schwimmflossen, etwas unbeholfen auf die Sitzbank - und springe. Ich tauche ein in das tiefblaue Wasser und sehe noch wie der Gigant in die unendlichen Tiefen des Indischen Ozeans abtaucht, keine Chance für mich dem Walhai zu folgen, geschweige denn ein Foto zu machen. Also schwimme ich zurück zum Boot und alle warten gespannt auf eine neue Nachricht vom Piloten des Fliegers. Nach ein paar Minuten krächzt das Walky Talky, "Whale shark at three o'clock". Aber auch der zweite Hai taucht mit einem einzigen Flossenschlag ab und ist nach ein paar Sekunden im dichten blau des Ozeans nicht mehr zu sehen. Das Meer war hier an dieser Stelle 48 m tief und so tiefblau wie die Tinte in meinem Pelikan-Füller. Die Sonnenstrahlen dringen in dieses Blau ein und verlieren sich dann unter mir in der Tiefe des Meeres und über mir rollen die 2 Meter hohen Wellen des Ozeans, was die Orientierung nicht gerade leichter machte. Bei unserem dritten Versuch haben wir dann mehr Glück und der Hai ist nicht so scheu wie seine Artgenossen zuvor. Das 8 m lange Exemplar gleitet geräuschlos wie ein U-Boot mit Tarnflecken-Anstrich an uns vorbei und die mächtige Rückenflosse ragt aus dem Wasser heraus. Es kommt das Kommando zum Sprung ins Wasser und ich lande direkt neben dem Kopf des Haies. So paddele ich neben diesem her und kann einige Fotos machen. Unter dem Hai schwimmen Begleitfische und vor dem Maul so genannte Putzerfische die durch ihre Farbe ihren „Beruf“ signalisieren um nicht gefressen zu werden. Ich muss mir schon richtig Mühe geben um einigermaßen mit dem weiß gefleckten Riesen mitzuhalten. Bedächtig wedelt dieser seine Schwanzflosse wie einen Fächer von rechts nach links und macht damit doppelt so viel Tempo wie ich mit meinen kleinen Flossen. Nach ein paar Minuten war der Hai dann etwas davon gezogen und ich sehe nur noch seine mächtige Schwanzflosse. Offensichtlich mochte mich der Gigant, denn plötzlich wendet er und kommt direkt auf mich zu geschwommen. Ich erinnerte mich an die Worte der Crew; „Ruhig bleiben und nicht wegschwimmen!“. Mein Puls ging auf 180 (oder höher) und der riesige Fisch kommt direkt auf mich zu. Noch 5 Meter! Nur noch 4! Was mache ich nur? Weiß der Hai überhaupt, dass er um mich herum schwimmen soll oder pflügt er mich einfach unter und ich sinke 48 Meter hinab auf den Meeresboden? Der Koloss schwimmt einfach weiter auf mich zu und denkt gar nicht daran abzudrehen und um mich herumzuschwimmen! Sein breites Maul öffnet sich und ich schaue in einen riesigen schwarzen Schlund, so groß wie ein Scheunentor. Plötzlich gewinnt mein Überlebensinstinkt die Oberhand und ich schwimme wild paddelnd rückwärts, die Flossen direkt vor dem breiten Maul des Fisches, die Kamera vor der Brust. Ich schwimme nur noch und drücke unkontrolliert auf den Auslöser. Ich weiche zur Seite aus, damit der Gigant mich nicht rammt wie ein Bulldozer. Allerdings schwimmt der Hai nicht an mir vorbei sondern hinter mir her! Verdammt, will der mich fressen!? Egal in welche Richtung ich schwimme, der Hai folgt mir. Ich bin schon völlig fertig als der Hai von meiner Verfolgung ablässt und eine andere Richtung einschlägt. Ich schwimme, immer noch völlig fertig und voll mit Adrenalin, an die Oberfläche um nach unserem Boot zu sehen. Durch die hohen Wellen kann ich es jedoch nicht entdecken, erst nach einer Weile kann ich das Boot als kleinen Punkt in der Ferne ausmachen. Der Skipper wird mich schon wieder aufsammeln, denke ich mir und tauche wieder ab um noch etwas mit dem Walhai zu schwimmen und um einige Fotos zu machen. Fotografiert habe ich den Walhai mit einer Canon DSLR, natürlich im RAW-Modus. So lässt sich der Weißabgleich am Computer im Nachhinein noch problemlos ändern. Das fotografieren unter Wasser ist völlig anders als über Wasser und man braucht ein wenig Übung um wackelfreie und richtig fokussierte Bilder zu bekommen. Damit ich eine größere Tiefenschärfe in meinen Fotos habe, nutze ich ein Weitwinkelobjektiv mit 16 mm Brennweite. Die Blende stelle ich auf 8 und die ISO, je nach Licht, auf 200 bis 800. Als Belichtungszeit wähle ich 1/125 Sekunde. Alle Einstellungen an der Kamera nehme ich noch im "Trocknen" vor, so dass ich mich unter Wasser auf das fotografieren konzentrieren kann. Am Computer passe ich dann den Weißabgleich, Tiefen und Lichter, Kontrast und Schärfe an. Schwebeteilchen im Wasser entferne ich mit dem Reparatur-Pinsel. Die günstigste Zeit für Fotos unter Wasser ist, anders wie an Land, die pralle Mittagssonne. Dann dringt genug Sonnenlicht in das Wasser und man kann bis zu einer Tiefe von 3 Metern auf eine Blitzanlage verzichten. An diesem Tag hatte ich dann noch zweimal die Gelegenheit neben den friedlichen Giganten herzuschwimmen. Insgesamt sahen wir 8 Exemplare, der kleinste war 4,50 m lang und der größte war über 9 m lang. Die Jungs und Mädels vom „MCS“ haben alle Tiere vermessen und nahmen zum Abschluss noch verschiedene Wasserproben, testeten die Sichtweite und die Wassertiefe. Als alle Werte protokolliert waren gab der Skipper Gas und es ging wieder zurück zur „Anse A La Mouche“ Ich war um eine Erfahrung und einige Bilder reicher und bin froh darüber diese Erfahrung gemacht zu haben, denn wann hat man schon mal die Gelegenheit dem größten Fisch der Erde so nahe zu kommen.
WALHAI friedlicher gigant der meere
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MEINE BEGEGNUNG MIT DEM

WALHAI

18/10/2012 Ich war im Oktober auf der Insel Mahé um ein paar Tage Urlaub zu machen und mich vom Stress des Alltags ein wenig zu erholen. Natürlich wollte ich auch ein paar schöne Fotos von den paradiesischen Stränden der Seychellen mit nach Hause nehmen. Aus dem Internet wusste ich, dass zu dieser Zeit die größten Fische unserer Erde vor der Küste anzutreffen sind. Eine Begegnung mit den sanften Riesen hatte ich jedoch nicht eingeplant, da kommerzielle Ausflüge zu den Walhaien auf den Seychellen nicht direkt angeboten werden, jedenfalls konnte ich keine diesbezügliche Offerte irgendwo entdecken. Durch einen Zufall lernte ich einen Taucher kennen, der Kontakte zum „MCS“ hatte. Die „MCS“ (Marine Conservation Society) wurde 1983 gegründet und ist eine gemeinnützige Institution die sich den Schutz und Erhalt von Meereslebensräumen, Küstengebieten und den dort vorkommenden Lebewesen verschrieben hat. Und genau diese Organisation flog in einem Ultraleichtflieger jeden Tag vor meinem Hotel über dem Meer und hielt, was ich anfangs noch nicht wusste, Ausschau nach dem größten Fisch den es auf der Erde gibt um diese zu dokumentieren und zu vermessen. Allerdings blieben die Walhaie dieses Jahr aus und erst zwei Tage vor meiner Abreise wurden die ersten Riesenhaie gesichtet. Ein Anruf meiner Bekanntschaft überbrachte mir die Nachricht, dass die ersten Walhaie vor der Küste gesichtet wurden und ich, wenn ich Lust hätte, mit dem „MCS“ hinaus fahren könne um die Walhaie zu beobachten. Und ob ich Lust hatte! Ich fuhr also zur „Anse A La Mouche“ wo das Boot mit der Crew vom „MCS“ schon auf mich wartete. Ich war total aufgeregt, denn wann nähert man sich schon mal hautnah einem bis zu 18 Meter langen Tier, welches mit mehr als 30 Tonnen so schwer ist wie ein Lastwagen! Während der Bootsfahrt bekam ich noch einiges an Wissen vermittelt und natürlich den Walhai- Knigge, einige wichtige Verhaltensregeln wie etwa; unter keinen Umständen den Walhai berühren, denn obwohl seine Haut 15 cm dick ist, so ist sie doch auch sehr empfindlich und der Hai könnte mit unvorhersehbaren Verhalten reagieren. Mindestens 4 Meter Abstand zu der mannshohen Schwanzflosse halten, nur seitlich schwimmen und nicht direkt vor dem 1,5 Meter breiten Maul. Sollte der Hai auf mich zu schwimmen dann unbedingt still im Wasser verharren denn der Hai schwimmt dann um mich herum. „Na hoffentlich weiß das dann auch der Hai, dass er so reagieren soll“, dachte ich bei mir. Unser Boot wird begleitet vom Ultraleichtflieger, der hoch über uns fliegt und Ausschau nach den Haien hält. Vom Boot aus können selbst größere Tiere kaum ausgemacht werden, der Blickwinkel aufs Wasser ist einfach zu flach. Nach einer knappen Stunde meldet sich der Pilot vom Flieger per Walky Talky, Walhai voraus auf ein Uhr. Der Skipper gibt Gas und so langsam wird es hektisch auf dem Boot. Ich ziehe meine Schwimmflossen an und setze die Taucherbrille auf, schalte meine Kamera an und überprüfe nochmals ob alles richtig eingestellt ist. Die letzten Meter fährt das Boot dann ganz langsam und dann sehe ich ihn meinen ersten Walhai. Zum Greifen nahe, nur knapp unter der Wasseroberfläche gleitet der Koloss in Zeitlupe an unserem Boot vorbei. Der Skipper bringt das Boot in Position und ich bekomme das Signal, dass ich ins Wasser springen kann. Ich klettere, mit meinen Schwimmflossen, etwas unbeholfen auf die Sitzbank - und springe. Ich tauche ein in das tiefblaue Wasser und sehe noch wie der Gigant in die unendlichen Tiefen des Indischen Ozeans abtaucht, keine Chance für mich dem Walhai zu folgen, geschweige denn ein Foto zu machen. Also schwimme ich zurück zum Boot und alle warten gespannt auf eine neue Nachricht vom Piloten des Fliegers. Nach ein paar Minuten krächzt das Walky Talky, "Whale shark at three o'clock". Aber auch der zweite Hai taucht mit einem einzigen Flossenschlag ab und ist nach ein paar Sekunden im dichten blau des Ozeans nicht mehr zu sehen. Das Meer war hier an dieser Stelle 48 m tief und so tiefblau wie die Tinte in meinem Pelikan-Füller. Die Sonnenstrahlen dringen in dieses Blau ein und verlieren sich dann unter mir in der Tiefe des Meeres und über mir rollen die 2 Meter hohen Wellen des Ozeans, was die Orientierung nicht gerade leichter machte. Bei unserem dritten Versuch haben wir dann mehr Glück und der Hai ist nicht so scheu wie seine Artgenossen zuvor. Das 8 m lange Exemplar gleitet geräuschlos wie ein U-Boot mit Tarnflecken- Anstrich an uns vorbei und die mächtige Rückenflosse ragt aus dem Wasser heraus. Es kommt das Kommando zum Sprung ins Wasser und ich lande direkt neben dem Kopf des Haies. So paddele ich neben diesem her und kann einige Fotos machen. Unter dem Hai schwimmen Begleitfische und vor dem Maul so genannte Putzerfische die durch ihre Farbe ihren „Beruf“ signalisieren um nicht gefressen zu werden. Ich muss mir schon richtig Mühe geben um einigermaßen mit dem weiß gefleckten Riesen mitzuhalten. Bedächtig wedelt dieser seine Schwanzflosse wie einen Fächer von rechts nach links und macht damit doppelt so viel Tempo wie ich mit meinen kleinen Flossen. Nach ein paar Minuten war der Hai dann etwas davon gezogen und ich sehe nur noch seine mächtige Schwanzflosse. Offensichtlich mochte mich der Gigant, denn plötzlich wendet er und kommt direkt auf mich zu geschwommen. Ich erinnerte mich an die Worte der Crew; „Ruhig bleiben und nicht wegschwimmen!“. Mein Puls ging auf 180 (oder höher) und der riesige Fisch kommt direkt auf mich zu. Noch 5 Meter! Nur noch 4! Was mache ich nur? Weiß der Hai überhaupt, dass er um mich herum schwimmen soll oder pflügt er mich einfach unter und ich sinke 48 Meter hinab auf den Meeresboden? Der Koloss schwimmt einfach weiter auf mich zu und denkt gar nicht daran abzudrehen und um mich herumzuschwimmen! Sein breites Maul öffnet sich und ich schaue in einen riesigen schwarzen Schlund, so groß wie ein Scheunentor. Plötzlich gewinnt mein Überlebensinstinkt die Oberhand und ich schwimme wild paddelnd rückwärts, die Flossen direkt vor dem breiten Maul des Fisches, die Kamera vor der Brust. Ich schwimme nur noch und drücke unkontrolliert auf den Auslöser. Ich weiche zur Seite aus, damit der Gigant mich nicht rammt wie ein Bulldozer. Allerdings schwimmt der Hai nicht an mir vorbei sondern hinter mir her! Verdammt, will der mich fressen!? Egal in welche Richtung ich schwimme, der Hai folgt mir. Ich bin schon völlig fertig als der Hai von meiner Verfolgung ablässt und eine andere Richtung einschlägt. Ich schwimme, immer noch völlig fertig und voll mit Adrenalin, an die Oberfläche um nach unserem Boot zu sehen. Durch die hohen Wellen kann ich es jedoch nicht entdecken, erst nach einer Weile kann ich das Boot als kleinen Punkt in der Ferne ausmachen. Der Skipper wird mich schon wieder aufsammeln, denke ich mir und tauche wieder ab um noch etwas mit dem Walhai zu schwimmen und um einige Fotos zu machen. Fotografiert habe ich den Walhai mit einer Canon DSLR, natürlich im RAW-Modus. So lässt sich der Weißabgleich am Computer im Nachhinein noch problemlos ändern. Das fotografieren unter Wasser ist völlig anders als über Wasser und man braucht ein wenig Übung um wackelfreie und richtig fokussierte Bilder zu bekommen. Damit ich eine größere Tiefenschärfe in meinen Fotos habe, nutze ich ein Weitwinkelobjektiv mit 16 mm Brennweite. Die Blende stelle ich auf 8 und die ISO, je nach Licht, auf 200 bis 800. Als Belichtungszeit wähle ich 1/125 Sekunde. Alle Einstellungen an der Kamera nehme ich noch im "Trocknen" vor, so dass ich mich unter Wasser auf das fotografieren konzentrieren kann. Am Computer passe ich dann den Weißabgleich, Tiefen und Lichter, Kontrast und Schärfe an. Schwebeteilchen im Wasser entferne ich mit dem Reparatur-Pinsel. Die günstigste Zeit für Fotos unter Wasser ist, anders wie an Land, die pralle Mittagssonne. Dann dringt genug Sonnenlicht in das Wasser und man kann bis zu einer Tiefe von 3 Metern auf eine Blitzanlage verzichten. An diesem Tag hatte ich dann noch zweimal die Gelegenheit neben den friedlichen Giganten herzuschwimmen. Insgesamt sahen wir 8 Exemplare, der kleinste war 4,50 m lang und der größte war über 9 m lang. Die Jungs und Mädels vom „MCS“ haben alle Tiere vermessen und nahmen zum Abschluss noch verschiedene Wasserproben, testeten die Sichtweite und die Wassertiefe. Als alle Werte protokolliert waren gab der Skipper Gas und es ging wieder zurück zur „Anse A La Mouche“ Ich war um eine Erfahrung und einige Bilder reicher und bin froh darüber diese Erfahrung gemacht zu haben, denn wann hat man schon mal die Gelegenheit dem größten Fisch der Erde so nahe zu kommen.