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ADRESSE Birkenweg 12 16321 Rüdnitz, Deutschland
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KURZTRIP NACH USEDOM

22/04/2015 - 24/04/2016 Im April 2016, noch vor den großen Touristenströmen, fuhr ich mit Peter und Jens auf die Insel Usedom in der Pommerschen Bucht in der südlichen Ostsee. Die Insel liegt an der Grenze zu Polen und ist durch das Stettiner Haff und den Peenestrom vom Festland getrennt. Der größte Teil der Insel gehört zu Mecklenburg-Vorpommern, ein kleiner Teil (Swinemünde) zu Polen. Bekannt geworden ist die Insel durch seine Kaiserbäder mit ihren zahlreichen Villen im Stil der Bäderarchitektur und ihrer reizvollen Natur und den, bis zu 70 m breiten, Sandstränden mit feinstem Sand. Dazu kommen durchschnittlich über 1.900 Sonnenstunden pro Jahr, was die Insel zu den sonnenreichsten Flecken von Deutschland macht. Aber auch fotografisch gibt es hier auf der Insel einiges zu entdecken; Die Seebrücken Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin, die Mole in Swinemünde mit ihrer Mühlenbake, den Lieper Winkel, die zahlreichen Strände mit ihren alten Fischerbooten, die Holländermühle in Benz, die Bockwindmühle in Pudagla oder die Halbinsel Gnitz - um nur einige zu nennen. Natürlich braucht es Zeit um die Highlights fotografisch gekonnt in Szene zu setzen. Es spielt das Wetter und natürlich das Licht eine entscheidende Rolle, ob sich das Foto nachher aus der Masse der Bilder abhebt. Ich war die vorherigen Jahre schon einige Male auf Usedom und hatte es nie geschafft die Mole von Swinemünde mit ihrer Mühle zu fotografieren. Entweder gab es die Zeit nicht her oder das Licht war nicht so wie ich es mir vorstellte. Klar das dieser Spot ganz oben auf meiner Location-Liste stand. Eine solche Liste, mit interessanten Spots, erstelle ich übrigens immer wenn ich eine reine Fotoreise plane. Auf dieser Liste stehen immer mehrere Locations, auch Ausweichmöglichkeiten, so dass ich vor Ort nicht erst lange nach einem geeigneten neuen Spot recherchieren muss, sollte ein geplanter Spot (aufgrund des Wetters) nicht funktioniert. Ich notiere mir die Ephemeriden, also Stand sowie Auf- und Untergänge von Sonne, Mond und Milchstraße, sowie natürlich blaue und goldene Stunde. Dies ist wichtig, da einige Spots zum Sonnenuntergang funktionieren andere zum Sonnenaufgang. Auf das notieren der Gezeiten kann ich bei der Ostsee verzichten, da es hier kaum einen Unterschied zwischen Ebbe und Flut gibt. Weiterhin notiere ich mir die genauen Koordinaten der Spots und die Koordinaten der Parkmöglichkeiten für das Auto und gebe diese bereits im Vorfeld in mein Navi ein. Für meine Recherchen nutze ich Google, Google Earth und zum Ermitteln der Ephermeriden die App TPE. An Equipment nahm ich folgendes mit; Canon 5D Mark II, 7D Mark II, Kabelfernauslöser, stabiles Stativ, Polarisationsfilter, LEE-Verlaufs- und ND-Filter in verschiedenen Stärken und Ausführungen, Objektive vom UWW bis zum 70-200 Telezoom, Kopflichtlampe mit Rotlicht, Akkus, Speicherkarten, Isopropanol- Alkohol 1:4 mit Wasser gemischt zum evtl. reinigen der Filter vor Ort. Alles kam in einen Fotorucksack, so dass ich auch weite Fußwege ohne Rückenschmerzen zurücklegen konnte. Warme Kleidung sollte selbstverständlich auch nicht im Gepäck fehlen. Für unsere Übernachtungen wählten wir eine Ferienwohnung mit drei getrennten Schlafzimmer, welche kostengünstiger als ein Hotel war. Eine Ferienwohnung bietet auch den Vorteil der Selbstverpflegung denn morgens um 04:00 Uhr gibt es in keinem Hotel ein Frühstücksbuffet. Zeitiges aufstehen ist aber ein Muss, will man pünktlich zur blauen Stunde und zum Sonnenaufgang an der geplanten Location sein. Am Freitag pünktlich um 14.00 Uhr fuhren wir vollgepackt die knapp 200 km von Prenzlau nach Bansin. Aufgrund einer Vollsperrung in Anklam mussten wir den etwas weiteren Weg über das Nadelöhr in Wolgast nehmen und der Wetterbericht verhieß ebenfalls nichts Gutes. Es waren Regen und dichte Bewölkung vorhergesagt. In Bansin angekommen bezogen wir zuerst unsere Ferienwohnung und brachten das ganze Equipment nach oben und ein Einkauf im nahegelegenen Supermarkt stellte unsere Versorgung für die nächsten Tage sicher. Danach ging es schon los zur ersten Location. Für den ersten Abend hatten wir ursprünglich als Spot die Mole von Swinemünde eingeplant. Allerdings war es fett bewölkt und es nieselte leicht vor sich hin, so dass wir uns entschlossen die Fischerboote am Strand von Ahlbeck zu fotografieren. Die Mühle in Swinemünde wollten wir dann am nächsten Abend zum Sonnenuntergang fotografieren, denn der Wetterbericht stimmte uns zuversichtlich das das klappen könnte. Am Strand von Ahlbeck, in der Nähe der Seebrücke, lagen zwei alte Fischkutter am Strand die sich hervorragend als Fotomotiv eigneten. Stativ und Kabelfernauslöser sind Voraussetzung für perfekt scharfe Bilder in der Dämmerung und sollten auf alle Fälle dabei sein. Um den Kontrast zwischen Vordergrund und Himmel auszugleichen empfiehlt sich das Verwenden von Verlaufsfiltern, da der Dynamikumfang der Kamera hier nicht ausreichend ist. Ich selbst nutze Steckfilter der Marke LEE in der Größe 100 x 150 mm. Schraubfilter sind nur bedingt zu empfehlen, da hier mehrere Filter nicht miteinander kombiniert werden können (Vignettierung). Von Billigfiltern solltet ihr ganz die Finger lassen, diese verfälschen die Farben und die Abbildungsleistung leidet enorm. Am Samstag morgen klingelte der Wecker bereits um 04:00 Uhr, denn Sonnenaufgang war 05:57 Uhr und wir mussten ja auch noch zur Location fahren. Peter hatte schon die die Brötchen in den Ofen geschoben, Tisch gedeckt und Kaffee angesetzt - Prima. Nach dem kurzen Frühstück ging es dann wieder nach Ahlbeck, der Himmel war über Nacht aufgerissen und versprach einen schönen Sonnenaufgang. Wir suchten uns unsere Standorte und wurden dann tatsächlich mit einem sehr schönen Sonnenaufgang für unser frühes Aufstehen belohnt. Zum fotografieren des Sonnenuntergangs setzte ich wieder einen Verlaufsfilter vor die Kamera um den Helligskeitsunterschied zwischen Vordergrund und Himmel auszugleichen. Für den Sonnenaufgang über dem Meer bietet sich auch der Einsatz eines Reverse - Filters an. Der Reverse bietet einen harten Übergang und einen schmalen dunklen Streifen um die Sonne gezielt extra abzudunkeln. Dazu muss der Filter im Filterhalter so positioniert werden, dass der harte Übergang genau am Horizont ausgerichtet ist. Präzises arbeiten ist hier für den späteren Erfolg unabdingbar. Ich setzte bei meinen Fotos diesmal auch ein leichtes Teleobjektiv ein um den Hintergrund gezielt unscharf abzubilden. Nachdem wir unsere Bilder im “Sack hatten, fuhren wir zu unserer Unterkunft und bereiteten alles für das Model-Shooting vor. Wir hatten uns extra eine Luxusferienwohnung gebucht, ich hatte meine Studioblitz-Anlage eingepackt und Jens hatte sich um die Models gekümmert. Jenny und Jana waren dann auch überpünktlich da und nach einem kleinen Snack und der Szene-Besprechung shooteten wir dann bis 16:00 Uhr, denn um 17:00 Uhr mussten wir schon wieder los um pünktlich zum Sonnenuntergang in Swinemünde zu sein. Tagsüber regnete es zwar häufig aber für den Abend war Wetterbesserung und ein aufreißen der Wolkendecke vorhergesagt. An der Mole von Swinemünde war einiges los und es waren noch andere ambitionierte Fotografen unterwegs, unschwer zu erkennen am mitgebrachten Stativ. Der Himmel sah sehr verheißungsvoll aus, auch ohne Sonnenuntergang. Über uns blau, vor uns ein dicker und dunkler Wolkenbatzen und über dem Horizont ein klarer Streifen vor dem es immer wieder stark regnete. Es lohnt sich hier mehrerer Standpunkte auszuprobieren, denn die Mühle ist aus vielen Perspektiven fotogen. Am besten ist es am Strand anzufangen und sich dann stückweise bis zur Mühle vorzuarbeiten. Abends befinden sich, je nach Jahreszeit, viele Menschen auf der Mole die das Bildergebnis negativ beeinflussen können. Um die unerwünschten Menschen auszublenden mache ich vom gleichen Standpunkt (Stativ!) mehrere Bilder um dann später in Photoshop die Bilder in mehreren Ebenen übereinander zu stapeln und durch einfaches maskieren die unerwünschten Menschen auszublenden. Nach dem Sonnenuntergang waren dann auch alle Touristen verschwunden und wir drei waren plötzlich ganz allein. Vor der Mühle hatte sich, vom letzten Regen, eine große Pfütze gebildet in der sich die Mühle sehr schön spiegelte. Dazu stand der Mond am blauen Himmel direkt oberhalb der Mühle - perfekt. Um den Mond mit Zeichnung zu fotografieren belichtete ich die Szenerie zweimal, einmal auf den Mond und einmal auf die Mühle. Am Computer fügte ich dann beide Aufnahmen zusammen, so dass der Mond auch auf dem fertigen Foto so erscheint wie ich diesen vor Ort war genommen hatte. Zwischen 02:30 Uhr und 03:30 sollte sich die Milchstraße zeigen und wir planten diese zu fotografieren mit einem alten Boot im Vordergrund. Allerdings zogen in der Nacht wieder dunkle Wolken auf und es begann zu regnen. Unsere Milchstraßen-Fotos fielen somit, buchstäblich, ins Wasser. Am Sonntag sah es morgens auch nicht so prickelnd aus, dennoch beschlossen wir die Seebrücke von Heringsdorf zur blauen Stunde zu fotografieren. Die dicken Wolken dunkelte ich wieder mit einem Grauverlauf beim fotografieren ab, so dass auch diese Fotos ihren ganz speziellen Reiz haben. Links neben der Seebrücke steht seit der Fußball WM leider so ein großes, hässliches Metallgestell für einen Großbildschirm was die Sicht über die Buhnen zur Seebrücke leider beeinträchtigt. Durch einen veränderten Bildausschnitt kann man dieses Monstrum auch ausblenden, allerdings fehlt dann die doppelte Buhnenreihe auf dem Bild. Nicht optimal aber es nicht mehr möglich - Schade eigentlich. Am frühen Nachmittag fuhren wir wieder zurück nach Prenzlau und alle waren mit ihren Bildergebnissen sehr zufrieden. Leider ist es eben in der Landschaftsfotografie so, dass man auf das richtige Wetter und das richtige Licht angewiesen ist. Im Studio ist das anders, da setze ich mir mein Licht so wie ich es brauche unabhängig davon wie das Wetter ist. In der Landschaftsfotografie heißt es; warten auf das richtige Licht oder eben wiederkommen und hoffen das es besser wird.
USEDOM Strände, Meer und Sonnenaufgang
USEDOM strand und meer

KURZTRIP NACH USEDOM

22/04/2015 - 24/04/2016 Im April 2016, noch vor den großen Touristenströmen, fuhr ich mit Peter und Jens auf die Insel Usedom in der Pommerschen Bucht in der südlichen Ostsee. Die Insel liegt an der Grenze zu Polen und ist durch das Stettiner Haff und den Peenestrom vom Festland getrennt. Der größte Teil der Insel gehört zu Mecklenburg- Vorpommern, ein kleiner Teil (Swinemünde) zu Polen. Bekannt geworden ist die Insel durch seine Kaiserbäder mit ihren zahlreichen Villen im Stil der Bäderarchitektur und ihrer reizvollen Natur und den, bis zu 70 m breiten, Sandstränden mit feinstem Sand. Dazu kommen durchschnittlich über 1.900 Sonnenstunden pro Jahr, was die Insel zu den sonnenreichsten Flecken von Deutschland macht. Aber auch fotografisch gibt es hier auf der Insel einiges zu entdecken; Die Seebrücken Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin, die Mole in Swinemünde mit ihrer Mühlenbake, den Lieper Winkel, die zahlreichen Strände mit ihren alten Fischerbooten, die Holländermühle in Benz, die Bockwindmühle in Pudagla oder die Halbinsel Gnitz - um nur einige zu nennen. Natürlich braucht es Zeit um die Highlights fotografisch gekonnt in Szene zu setzen. Es spielt das Wetter und natürlich das Licht eine entscheidende Rolle, ob sich das Foto nachher aus der Masse der Bilder abhebt. Ich war die vorherigen Jahre schon einige Male auf Usedom und hatte es nie geschafft die Mole von Swinemünde mit ihrer Mühle zu fotografieren. Entweder gab es die Zeit nicht her oder das Licht war nicht so wie ich es mir vorstellte. Klar das dieser Spot ganz oben auf meiner Location-Liste stand. Eine solche Liste, mit interessanten Spots, erstelle ich übrigens immer wenn ich eine reine Fotoreise plane. Auf dieser Liste stehen immer mehrere Locations, auch Ausweichmöglichkeiten, so dass ich vor Ort nicht erst lange nach einem geeigneten neuen Spot recherchieren muss, sollte ein geplanter Spot (aufgrund des Wetters) nicht funktioniert. Ich notiere mir die Ephemeriden, also Stand sowie Auf- und Untergänge von Sonne, Mond und Milchstraße, sowie natürlich blaue und goldene Stunde. Dies ist wichtig, da einige Spots zum Sonnenuntergang funktionieren andere zum Sonnenaufgang. Auf das notieren der Gezeiten kann ich bei der Ostsee verzichten, da es hier kaum einen Unterschied zwischen Ebbe und Flut gibt. Weiterhin notiere ich mir die genauen Koordinaten der Spots und die Koordinaten der Parkmöglichkeiten für das Auto und gebe diese bereits im Vorfeld in mein Navi ein. Für meine Recherchen nutze ich Google, Google Earth und zum Ermitteln der Ephermeriden die App TPE. An Equipment nahm ich folgendes mit; Canon 5D Mark II, 7D Mark II, Kabelfernauslöser, stabiles Stativ, Polarisationsfilter, LEE-Verlaufs- und ND- Filter in verschiedenen Stärken und Ausführungen, Objektive vom UWW bis zum 70- 200 Telezoom, Kopflichtlampe mit Rotlicht, Akkus, Speicherkarten, Isopropanol-Alkohol 1:4 mit Wasser gemischt zum evtl. reinigen der Filter vor Ort. Alles kam in einen Fotorucksack, so dass ich auch weite Fußwege ohne Rückenschmerzen zurücklegen konnte. Warme Kleidung sollte selbstverständlich auch nicht im Gepäck fehlen. Für unsere Übernachtungen wählten wir eine Ferienwohnung mit drei getrennten Schlafzimmer, welche kostengünstiger als ein Hotel war. Eine Ferienwohnung bietet auch den Vorteil der Selbstverpflegung denn morgens um 04:00 Uhr gibt es in keinem Hotel ein Frühstücksbuffet. Zeitiges aufstehen ist aber ein Muss, will man pünktlich zur blauen Stunde und zum Sonnenaufgang an der geplanten Location sein. Am Freitag pünktlich um 14.00 Uhr fuhren wir vollgepackt die knapp 200 km von Prenzlau nach Bansin. Aufgrund einer Vollsperrung in Anklam mussten wir den etwas weiteren Weg über das Nadelöhr in Wolgast nehmen und der Wetterbericht verhieß ebenfalls nichts Gutes. Es waren Regen und dichte Bewölkung vorhergesagt. In Bansin angekommen bezogen wir zuerst unsere Ferienwohnung und brachten das ganze Equipment nach oben und ein Einkauf im nahegelegenen Supermarkt stellte unsere Versorgung für die nächsten Tage sicher. Danach ging es schon los zur ersten Location. Für den ersten Abend hatten wir ursprünglich als Spot die Mole von Swinemünde eingeplant. Allerdings war es fett bewölkt und es nieselte leicht vor sich hin, so dass wir uns entschlossen die Fischerboote am Strand von Ahlbeck zu fotografieren. Die Mühle in Swinemünde wollten wir dann am nächsten Abend zum Sonnenuntergang fotografieren, denn der Wetterbericht stimmte uns zuversichtlich das das klappen könnte. Am Strand von Ahlbeck, in der Nähe der Seebrücke, lagen zwei alte Fischkutter am Strand die sich hervorragend als Fotomotiv eigneten. Stativ und Kabelfernauslöser sind Voraussetzung für perfekt scharfe Bilder in der Dämmerung und sollten auf alle Fälle dabei sein. Um den Kontrast zwischen Vordergrund und Himmel auszugleichen empfiehlt sich das Verwenden von Verlaufsfiltern, da der Dynamikumfang der Kamera hier nicht ausreichend ist. Ich selbst nutze Steckfilter der Marke LEE in der Größe 100 x 150 mm. Schraubfilter sind nur bedingt zu empfehlen, da hier mehrere Filter nicht miteinander kombiniert werden können (Vignettierung). Von Billigfiltern solltet ihr ganz die Finger lassen, diese verfälschen die Farben und die Abbildungsleistung leidet enorm. Am Samstag morgen klingelte der Wecker bereits um 04:00 Uhr, denn Sonnenaufgang war 05:57 Uhr und wir mussten ja auch noch zur Location fahren. Peter hatte schon die die Brötchen in den Ofen geschoben, Tisch gedeckt und Kaffee angesetzt - Prima. Nach dem kurzen Frühstück ging es dann wieder nach Ahlbeck, der Himmel war über Nacht aufgerissen und versprach einen schönen Sonnenaufgang. Wir suchten uns unsere Standorte und wurden dann tatsächlich mit einem sehr schönen Sonnenaufgang für unser frühes Aufstehen belohnt. Zum fotografieren des Sonnenuntergangs setzte ich wieder einen Verlaufsfilter vor die Kamera um den Helligskeitsunterschied zwischen Vordergrund und Himmel auszugleichen. Für den Sonnenaufgang über dem Meer bietet sich auch der Einsatz eines Reverse - Filters an. Der Reverse bietet einen harten Übergang und einen schmalen dunklen Streifen um die Sonne gezielt extra abzudunkeln. Dazu muss der Filter im Filterhalter so positioniert werden, dass der harte Übergang genau am Horizont ausgerichtet ist. Präzises arbeiten ist hier für den späteren Erfolg unabdingbar. Ich setzte bei meinen Fotos diesmal auch ein leichtes Teleobjektiv ein um den Hintergrund gezielt unscharf abzubilden. Nachdem wir unsere Bilder im “Sack hatten, fuhren wir zu unserer Unterkunft und bereiteten alles für das Model-Shooting vor. Wir hatten uns extra eine Luxusferienwohnung gebucht, ich hatte meine Studioblitz-Anlage eingepackt und Jens hatte sich um die Models gekümmert. Jenny und Jana waren dann auch überpünktlich da und nach einem kleinen Snack und der Szene- Besprechung shooteten wir dann bis 16:00 Uhr, denn um 17:00 Uhr mussten wir schon wieder los um pünktlich zum Sonnenuntergang in Swinemünde zu sein. Tagsüber regnete es zwar häufig aber für den Abend war Wetterbesserung und ein aufreißen der Wolkendecke vorhergesagt. An der Mole von Swinemünde war einiges los und es waren noch andere ambitionierte Fotografen unterwegs, unschwer zu erkennen am mitgebrachten Stativ. Der Himmel sah sehr verheißungsvoll aus, auch ohne Sonnenuntergang. Über uns blau, vor uns ein dicker und dunkler Wolkenbatzen und über dem Horizont ein klarer Streifen vor dem es immer wieder stark regnete. Es lohnt sich hier mehrerer Standpunkte auszuprobieren, denn die Mühle ist aus vielen Perspektiven fotogen. Am besten ist es am Strand anzufangen und sich dann stückweise bis zur Mühle vorzuarbeiten. Abends befinden sich, je nach Jahreszeit, viele Menschen auf der Mole die das Bildergebnis negativ beeinflussen können. Um die unerwünschten Menschen auszublenden mache ich vom gleichen Standpunkt (Stativ!) mehrere Bilder um dann später in Photoshop die Bilder in mehreren Ebenen übereinander zu stapeln und durch einfaches maskieren die unerwünschten Menschen auszublenden. Nach dem Sonnenuntergang waren dann auch alle Touristen verschwunden und wir drei waren plötzlich ganz allein. Vor der Mühle hatte sich, vom letzten Regen, eine große Pfütze gebildet in der sich die Mühle sehr schön spiegelte. Dazu stand der Mond am blauen Himmel direkt oberhalb der Mühle - perfekt. Um den Mond mit Zeichnung zu fotografieren belichtete ich die Szenerie zweimal, einmal auf den Mond und einmal auf die Mühle. Am Computer fügte ich dann beide Aufnahmen zusammen, so dass der Mond auch auf dem fertigen Foto so erscheint wie ich diesen vor Ort war genommen hatte. Zwischen 02:30 Uhr und 03:30 sollte sich die Milchstraße zeigen und wir planten diese zu fotografieren mit einem alten Boot im Vordergrund. Allerdings zogen in der Nacht wieder dunkle Wolken auf und es begann zu regnen. Unsere Milchstraßen-Fotos fielen somit, buchstäblich, ins Wasser. Am Sonntag sah es morgens auch nicht so prickelnd aus, dennoch beschlossen wir die Seebrücke von Heringsdorf zur blauen Stunde zu fotografieren. Die dicken Wolken dunkelte ich wieder mit einem Grauverlauf beim fotografieren ab, so dass auch diese Fotos ihren ganz speziellen Reiz haben. Links neben der Seebrücke steht seit der Fußball WM leider so ein großes, hässliches Metallgestell für einen Großbildschirm was die Sicht über die Buhnen zur Seebrücke leider beeinträchtigt. Durch einen veränderten Bildausschnitt kann man dieses Monstrum auch ausblenden, allerdings fehlt dann die doppelte Buhnenreihe auf dem Bild. Nicht optimal aber es nicht mehr möglich - Schade eigentlich. Am frühen Nachmittag fuhren wir wieder zurück nach Prenzlau und alle waren mit ihren Bildergebnissen sehr zufrieden. Leider ist es eben in der Landschaftsfotografie so, dass man auf das richtige Wetter und das richtige Licht angewiesen ist. Im Studio ist das anders, da setze ich mir mein Licht so wie ich es brauche unabhängig davon wie das Wetter ist. In der Landschaftsfotografie heißt es; warten auf das richtige Licht oder eben wiederkommen und hoffen das es besser wird.
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