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16321 Rüdnitz
“Wohin auch immer wir reisen, wir suchen, wovon wir träumten, und finden doch stets nur uns selbst..” (Günter Kunert) 
Berchtesgadener Land - Perle der Alpen im September 2017
Meine   Tour   sollte   mich   diesmal   in   das   Berchtesgadener   Land   führen.   Super   schöne   Landschaften,   verschlafene   Dörfer,   tosende   Wasserfälle   und   grandiose   Bergpanoramen   machten   die Auswahl   der   Locations   nicht   gerade   leichter,   zumal   mir   nur   5   Tage   Zeit   blieben   um   meine   Favoriten   auf   den   Sensor   zu   brennen.   Ich   traf   mich,   wie   zuletzt   in   Venedig,   wieder   mit   Andreas aus Hamburg und Axel aus München, der uns beide vom Flughafen mit seinem Auto abholte und die nächsten Tage unser „Chauffeur“ sein sollte. Die   Anreise   von   Berlin   gestaltete   sich   recht   einfach   und   auch   ab   Hamburg   gab   es   einen   Direktflug   nach   Salzburg   in   Österreich.   Vom   Flughafen   Salzburg   nach   Bad   Reichenhall   ist   es   dann nur   noch   ein   Katzensprung,      gerade   mal   15   km   und   auch   an   Übernachtungsmöglichkeiten   gibt   es   keinen   Mangel,   allerdings   solltet   ihr   nicht   zu   spät   buchen.   Wir   hatten   zunächst   Probleme eine   adäquate   und   bezahlbare   Unterkunft   für   uns   drei   zu   finden.      Gefunden   haben   wir   diese   dann   im   "Hotel   Almrausch",   wo   wir   für   die   5   Nächte   240,-   EUR   pro   Nase,   inklusive   Frühstück löhnen durften. Unser   erster   Abend   im   Berchtesgadener   Land   fiel   leider   buchstäblich   ins   Wasser,   denn   es   gab   Dauerregen   und   auch   für   die   nächsten   Tage   verhieß   der   Wetterfrosch   nichts   Gutes.   Somit erkundeten   wir   schon   mal   die   Location   in   der   näheren   Umgebung   und   hofften   darauf,   dass   der   Wetterfrosch   sich   geirrt   haben   möge.   Es   ging   zuerst   zum   Hintersee   und   auf   dem   Rückweg hielten   wir   noch   an   der   Pfarrkirche   St.   Sebastian   in   Ramsau.   Als   es   kurz   aufhörte   zu   regnen,   packte   ich   die   Kamera   dann   doch   aus   und   probierte   schon   mal,   wie   es   denn   aussehen   könnte – das Bild von der Kirche am Gebirgsbach. Das Bild war nicht schlecht, aber ein paar Tage später sollte ich an dieser Location noch zu schöneren Fotos kommen. Nach   Einbruch   der   Dunkelheit   fuhren   wir   zurück   nach   Bad   Reichenhall   um   im   „Schwabenbräu“   den   Abend   ausklingen   zu   lassen.   Die   Wirtschaft   hat   uns   so   gut   gefallen,   dass   diese   für   die nächsten   Tage   dann   auch   unser   Stammlokal   werden   sollte.   Sehr   gutes   Essen   zu   vernünftigen   Preisen   (meine   Empfehlung   für   Bad   Reichenhall)   und   an   jedem   Abend   besetzt   bis   auf   den letzten Stuhl. Am   nächsten   Morgen   standen   wir   um   5   Uhr   auf   und   fuhren   zum   Hintersee,   in   der   Hoffnung   auf   besseres   Wetter.   Als   wir   ankamen   war   es   noch   dunkel   und   es   nieselte   leicht   aus   den tiefhängenden   Wolken.   In   den   Wäldern   vor   den   Bergen   hingen   kleine   Wolkenfetzen,   was   der   ganzen   Szenerie   etwas   Mystisches   verleite.   Wir   suchten   uns   jeder   einen   Platz   und   pflanzten unsere   Stative   in   den   matschigen   Waldboden.   Zu   unserer   Verwunderung   waren   wir   hier   an   dieser   Top-Location,   heute   Morgen,   ganz   allein   –   kein   weiterer   Fotograf   weit   und   breit   war   zu sehen.   Der   Himmel   war   bedeckt,   hatte   aber   Zeichnung   und   was   anderes   wollte   ich   auch   nicht,   genau   das   richtige   Wetter   für   stimmungsvolle   Bilder.   Der   glasklare   Bergsee   war   glatt   wie   ein Spiegel   und   die   umliegenden   Berge,   Felsen   und   Bäume   spiegelten   sich   in   der   Wasseroberfläche.   Mit   einem   Verlaufsfilter   bekam   ich   den   hohen   Kontrastunterschied   sehr   gut   in   den   Griff was die spätere Nachbearbeitung am PC erleichterte. Ab   und   an   öffnete   der   Himmel   wieder   seine   Schleusen   und   was   macht   man   als   Fotograf   wenn   es   regnet?   Rrrichtig   -   Man   (n)   sucht   sich   eine   Location,   wo   es   völlig   egal   ist.   Also   fuhren   wir nach   Österreich   zum   „Gollinger   Wasserfall“.   Der   Gollinger   Wasserfall,   eigentlich   Schwarzbachfall   ist   ca.   100m   hoch   und   kommt   direkt   aus   der   Schwarzbachfall-Höhle.   Für   mich   waren   die vielen   großen   und   grün   bemoosten   Steine   ein   optischer   Leckerbissen   und   am   tosenden   Bach,   unterhalb   des   Wasserfalls   steht   eine   kleine,   alte   Wassermühle   mit   einem   großen   Mühlrad davor. Obwohl die Location schon oft fotografiert wurde, finden sich doch immer wieder neue Standorte für die Kamera und keines der Bilder gleicht sich. Da   ich   es   mag,   wenn   das   Wasser   schön   seidig   und   weich   auf   den   Bildern   rüberkommt,   wählte   ich   an   meiner   Kamera   eine   etwas   längere   Belichtungszeit   –   so   etwa   1-2   Sekunden.   Es   war recht   duster   und   somit   konnte   ich   auf   den   Einsatz   eines   ND-Filters   verzichten.   Eine   niedrige   ISO   und   eine   kleine   Blendenöffnung   brachte   heute   die   gewünschte   Belichtungszeit.   Aufgrund des verregneten Wetters waren wir auch ganz allein am Wasserfall und brauchten somit keine Touristen mit Selfie-Sticks  fürchten, die uns ständig im Bild herum standen. Anschließend   fuhren   wir   noch   zu   der   kleinen   „Lochstein-Kapelle“,   oberhalb   von   Berchtesgaden.   Der   Himmel   hatte   sich   etwas   aufgeklart,   aber   der   erhoffte   Sonnenuntergang   mit   dem typischen Alpenglühen blieb leider aus. Dennoch eine sehr schöne Location mit dem gewaltigen „Watzmann“ im Hintergrund. Am dritten Tag war kein Regen vorhergesagt und somit wollten wir zum „Obersee“, welcher der wohl malerischste Bergsee in den Alpen ist. Der See ist nur 500 m breit,  1,32 km lang und max.   51   m   tief   und   an   den   Seiten   des   glasklaren   Sees   ragen   1.000   m   hohe   Felswände   auf,   während   am   südlichen   Ufer   das   Gelände   erst   sanft   und   später   sehr   steil   ansteigt.   Dort   findet sich   auch   die   500   Jahre   alte   „Fischunkelalm“   und   der   mit   470   m   höchste   Wasserfall   Deutschlands   -   der   „Röthbachfall“.   Um   die   Versorgung   der   Alm   zu   gewährleisten   gibt   es   an   beiden Seiten des Sees alte Bootshäuser aus Holz, die das Ziel unserer Reise sein sollten. Die   Anreise   zum   „Obersee“   ist   mit   dem   Auto   nicht   möglich,   entweder   ihr   geht   mehrere   Stunden   zu   Fuß   oder   ihr   macht   es   wie   wir.   Von   Schönau   fahren   wir   ca.   1   Stunde   mit   dem   Boot   über den   „Königsee“   und   dann   geht   es   weiter,   in   20   min.   zu   Fuß,   zum   „Obersee“.   Zur   „Fischunkelalm“   dauert   es   dann   nochmal   ca.   1   Stunde   am   Ufer   des   Sees   entlang.   Ich   würde   den   Weg   als mittelschwer   bezeichnen   und   gute   Wanderschuhe   sollten   selbstverständlich   sein.   Es   ist   definitiv   kein   Spaziergang   wie   im   heimischen   Stadtpark,   aber   auch   für   wenig   geübte   Wanderer   ist die Tour durchaus machbar. Die Kulisse ist einzigartig und es gibt zahlreiche Motive zu entdecken - der „Obersee“ zählt für mich mit zu den Top-Locations im Berchtesgadener Land. Da   das   Wetter   mitspielte   sind   wir   am   Abend   noch   zur   Kirche   „Maria   Gern“   gefahren.   Die   kleine,   schicke   Kirche   thront   auf   einem   Hügel   und   im   Hintergrund   ragt   der   mächtige   „Watzmann“ empor.   Wir   kamen   gerade   noch   rechtzeitig   zum   Sonnenuntergang   an   und   blieben   bis   zur   blauen   Stunde   um   noch   einige   Langzeitbelichtungen,   mit   den   fahrenden   Autos,   aufzunehmen. Den besten Blick auf die Kirche „Maria Gern“ hat man von einem Privatgrundstück aus. Hier solltet ihr aber den Besitzer, der direkt dort wohnt, vorab um Erlaubnis fragen.   An   Tag   4   fuhren   wir   wieder   mal   nach   Österreich,   diesmal   ins   malerische   Örtchen   „Hallstatt“   am   Hallstatter   See,   welches   zur   UNESCO-Welterbestätte   gehört.   Offensichtlich   ist   das   Motiv auch   über   Europas   Grenzen   extrem   bekannt,   denn   als   wir   dort   ankamen   warteten   schon   gefühlt   dreißig   andere   Fotografen,   aus   aller   Welt,   auf   den   Sonnenaufgang.   Leider   spielte   das Wetter   nicht   die   Rolle,   die   ich   mir   gern   gewünscht   hätte.   Der   See   war   zu   unruhig   und   es   zogen   immer   wieder   dicke   Wolken   auf,   die   den   Blick   auf   die   umliegenden   Berge   versperrten.   In dem   Moment,   als   die   Sonne   durch   das   kleine   Tal   aufging   und   ihre   wärmenden   Strahlen   in   Richtung   Ort   schickte,   riss   ein   kleines   Wolkenloch   auf   und   der   Ort   wirkte   für   einen   kurzen Moment so, als würde er mit riesigen Scheinwerfern angeleuchtet.  Am   Abend   machten   wir   dann   nochmal   Station   an   der   Pfarrkirche   „St.   Sebastian“   im   kleinen   Dorf   Ramsau.   Die   schicke   Kirche   steht   am   Gebirgsbach   „Ramsauer   Ache“   und   ist   ein   beliebtes Fotomotiv der Region. Für die Langzeitbelichtung verwendete ich wieder einen ND-Filter, dieses Mal in Verbindung mit einem Verlaufsfilter um den Himmel etwas abzudunkeln. Am   letzten   Tag   unserer   Reise   fuhren   wir   nochmal   zum   Hintersee,   an   dem   diesmal   schon   einige   Fotografen   ihre   Stative   aufgebaut   hatten.   Auch   nicht   schlecht,   denn   so   kam   man   schnell   ins Gespräch   und   ich   lernte   mal   wieder   paar   nette   Fotobegeisterte   aus   anderen   Ländern   kennen.   Leider   fehlten   heute   die   kleinen   und   dekorativen   Wolkenfetzen   in   den   Baumkronen,   dafür lugte aber die Sonne ab und zu durch die Wolkendecke. Na ja, man kann nicht alles haben. Am   Nachmittag   fuhren   wir   dann   zur   „Wimbachklamm“,   einer   kleinen   Schlucht   mit   zahlreichen   kleinen   Wasserfällen   und   Wasserkaskaden.      Die   Klamm   ist   nur   200   m   lang   ist,   aber   ein Besuch   lohnt   sich   in   jedem   Fall.   Über   gesicherte   Holzstege,   die   an   den   Felswänden   befestigt   sind   lässt   sich   die   Klamm   ganz   bequem   erkunden.   Am   besten   geht   das   an   einem   ruhigen   Tag, denn   bei   vielen   Besuchern   wackeln   die   Stege   etwas   und   der   Platz   darauf   ist   für   Stativ   und   Besucherströme   einfach   viel   zu   eng.   In   der   Klamm   benötigt   ihr   unbedingt   auch   ein   Teleobjektiv bis 200mm Brennweite, denn nur damit lassen sich die zahlreichen Details der Wasserfälle- und Kaskaden ablichten. Am   nächsten   Morgen   ging   es   dann   ab   Salzburg   wieder   zurück   nach   Berlin-Tegel,   mit   jeder   Menge   Bilder   auf   der   Speicherkarte   und   noch   mehr   Erinnerungen   im   Kopf.   Solltet   ihr   das Berchtesgadener   Land   schon   mal   ins   Auge   gefasst   haben,   dann   fahrt   unbedingt   einmal   dort   hin.   Für   mich   war   es   eine   tolle   Erfahrung   und   die   nächste   Fototour   mit   Axel   und   Andreas   ist auch schon wieder gebucht.
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Berchtesgadener Land - Perle der Alpen im September2017
Meine   Tour   sollte   mich   diesmal   in   das   Berchtesgadener   Land   führen. Super   schöne   Landschaften,   verschlafene   Dörfer,   tosende   Wasserfälle und   grandiose   Bergpanoramen   machten   die   Auswahl   der   Locations nicht   gerade   leichter,   zumal   mir   nur   5   Tage   Zeit   blieben   um   meine Favoriten   auf   den   Sensor   zu   brennen.   Ich   traf   mich,   wie   zuletzt   in Venedig,   wieder   mit   Andreas   aus   Hamburg   und   Axel   aus   München,   der uns   beide   vom   Flughafen   mit   seinem   Auto   abholte   und   die   nächsten Tage unser „Chauffeur“ sein sollte. Die   Anreise   von   Berlin   gestaltete   sich   recht   einfach   und   auch   ab Hamburg   gab   es   einen   Direktflug   nach   Salzburg   in   Österreich.   Vom Flughafen   Salzburg   nach   Bad   Reichenhall   ist   es   dann   nur   noch   ein Katzensprung,              gerade       mal       15       km       und       auch       an Übernachtungsmöglichkeiten   gibt   es   keinen   Mangel,   allerdings   solltet ihr   nicht   zu   spät   buchen.   Wir   hatten   zunächst   Probleme   eine   adäquate und   bezahlbare   Unterkunft   für   uns   drei   zu   finden.      Gefunden   haben wir   diese   dann   im   "Hotel   Almrausch",   wo   wir   für   die   5   Nächte   240,- EUR pro Nase, inklusive Frühstück löhnen durften. Unser   erster   Abend   im   Berchtesgadener   Land   fiel   leider   buchstäblich ins   Wasser,   denn   es   gab   Dauerregen   und   auch   für   die   nächsten   Tage verhieß   der   Wetterfrosch   nichts   Gutes.   Somit   erkundeten   wir   schon mal   die   Location   in   der   näheren   Umgebung   und   hofften   darauf,   dass der    Wetterfrosch    sich    geirrt    haben    möge.    Es    ging    zuerst    zum Hintersee   und   auf   dem   Rückweg   hielten   wir   noch   an   der   Pfarrkirche St.   Sebastian   in   Ramsau.   Als   es   kurz   aufhörte   zu   regnen,   packte   ich die   Kamera   dann   doch   aus   und   probierte   schon   mal,   wie   es   denn aussehen   könnte   –   das   Bild   von   der   Kirche   am   Gebirgsbach.   Das   Bild war   nicht   schlecht,   aber   ein   paar   Tage   später   sollte   ich   an   dieser Location noch zu schöneren Fotos kommen. Nach   Einbruch   der   Dunkelheit   fuhren   wir   zurück   nach   Bad   Reichenhall um    im    „Schwabenbräu“    den    Abend    ausklingen    zu    lassen.    Die Wirtschaft   hat   uns   so   gut   gefallen,   dass   diese   für   die   nächsten   Tage dann   auch   unser   Stammlokal   werden   sollte.   Sehr   gutes   Essen   zu vernünftigen   Preisen   (meine   Empfehlung   für   Bad   Reichenhall)   und   an jedem Abend besetzt bis auf den letzten Stuhl. Am   nächsten   Morgen   standen   wir   um   5   Uhr   auf   und   fuhren   zum Hintersee,   in   der   Hoffnung   auf   besseres   Wetter.   Als   wir   ankamen   war es   noch   dunkel   und   es   nieselte   leicht   aus   den   tiefhängenden   Wolken. In   den   Wäldern   vor   den   Bergen   hingen   kleine   Wolkenfetzen,   was   der ganzen   Szenerie   etwas   Mystisches   verleite.   Wir   suchten   uns   jeder einen     Platz     und     pflanzten     unsere     Stative     in     den     matschigen Waldboden.   Zu   unserer   Verwunderung   waren   wir   hier   an   dieser   Top- Location,   heute   Morgen,   ganz   allein   –   kein   weiterer   Fotograf   weit   und breit   war   zu   sehen.   Der   Himmel   war   bedeckt,   hatte   aber   Zeichnung und   was   anderes   wollte   ich   auch   nicht,   genau   das   richtige   Wetter   für stimmungsvolle   Bilder.   Der   glasklare   Bergsee   war   glatt   wie   ein   Spiegel und   die   umliegenden   Berge,   Felsen   und   Bäume   spiegelten   sich   in   der Wasseroberfläche.    Mit    einem    Verlaufsfilter    bekam    ich    den    hohen Kontrastunterschied     sehr     gut     in     den     Griff     was     die     spätere Nachbearbeitung am PC erleichterte.   Ab   und   an   öffnete   der   Himmel   wieder   seine   Schleusen   und   was   macht man   als   Fotograf   wenn   es   regnet?   Rrrichtig   -   Man   (n)   sucht   sich   eine Location,   wo   es   völlig   egal   ist.   Also   fuhren   wir   nach   Österreich   zum „Gollinger      Wasserfall“.      Der      Gollinger      Wasserfall,      eigentlich Schwarzbachfall    ist    ca.    100m    hoch    und    kommt    direkt    aus    der Schwarzbachfall-Höhle.   Für   mich   waren   die   vielen   großen   und   grün bemoosten   Steine   ein   optischer   Leckerbissen   und   am   tosenden   Bach, unterhalb   des   Wasserfalls   steht   eine   kleine,   alte   Wassermühle   mit einem    großen    Mühlrad    davor.    Obwohl    die    Location    schon    oft fotografiert   wurde,   finden   sich   doch   immer   wieder   neue   Standorte   für die Kamera und keines der Bilder gleicht sich. Da   ich   es   mag,   wenn   das   Wasser   schön   seidig   und   weich   auf   den Bildern   rüberkommt,   wählte   ich   an   meiner   Kamera   eine   etwas   längere Belichtungszeit   –   so   etwa   1-2   Sekunden.   Es   war   recht   duster   und somit   konnte   ich   auf   den   Einsatz   eines   ND-Filters   verzichten.   Eine niedrige    ISO    und    eine    kleine    Blendenöffnung    brachte    heute    die gewünschte   Belichtungszeit.   Aufgrund   des   verregneten   Wetters   waren wir    auch    ganz    allein    am    Wasserfall    und    brauchten    somit    keine Touristen   mit   Selfie-Sticks      fürchten,   die   uns   ständig   im   Bild   herum standen. Anschließend    fuhren    wir    noch    zu    der    kleinen    „Lochstein-Kapelle“, oberhalb   von   Berchtesgaden.   Der   Himmel   hatte   sich   etwas   aufgeklart, aber   der   erhoffte   Sonnenuntergang   mit   dem   typischen   Alpenglühen blieb    leider    aus.    Dennoch    eine    sehr    schöne    Location    mit    dem gewaltigen „Watzmann“ im Hintergrund. Am   dritten   Tag   war   kein   Regen   vorhergesagt   und   somit   wollten   wir zum   „Obersee“,   welcher   der   wohl   malerischste   Bergsee   in   den   Alpen ist.   Der   See   ist   nur   500   m   breit,      1,32   km   lang   und   max.   51   m   tief   und an   den   Seiten   des   glasklaren   Sees   ragen   1.000   m   hohe   Felswände   auf, während   am   südlichen   Ufer   das   Gelände   erst   sanft   und   später   sehr steil   ansteigt.   Dort   findet   sich   auch   die   500   Jahre   alte   „Fischunkelalm“ und     der     mit     470     m     höchste     Wasserfall     Deutschlands     -     der „Röthbachfall“.   Um   die   Versorgung   der   Alm   zu   gewährleisten   gibt   es an   beiden   Seiten   des   Sees   alte   Bootshäuser   aus   Holz,   die   das   Ziel unserer Reise sein sollten. Die   Anreise   zum   „Obersee“   ist   mit   dem   Auto   nicht   möglich,   entweder ihr   geht   mehrere   Stunden   zu   Fuß   oder   ihr   macht   es   wie   wir.   Von Schönau   fahren   wir   ca.   1   Stunde   mit   dem   Boot   über   den   „Königsee“ und   dann   geht   es   weiter,   in   20   min.   zu   Fuß,   zum   „Obersee“.   Zur „Fischunkelalm“   dauert   es   dann   nochmal   ca.   1   Stunde   am   Ufer   des Sees   entlang.   Ich   würde   den   Weg   als   mittelschwer   bezeichnen   und gute   Wanderschuhe   sollten   selbstverständlich   sein.   Es   ist   definitiv   kein Spaziergang   wie   im   heimischen   Stadtpark,   aber   auch   für   wenig   geübte Wanderer   ist   die   Tour   durchaus   machbar.   Die   Kulisse   ist   einzigartig und   es   gibt   zahlreiche   Motive   zu   entdecken   -   der   „Obersee“   zählt   für mich mit zu den Top-Locations im Berchtesgadener Land.    Da   das   Wetter   mitspielte   sind   wir   am   Abend   noch   zur   Kirche   „Maria Gern“   gefahren.   Die   kleine,   schicke   Kirche   thront   auf   einem   Hügel   und im   Hintergrund   ragt   der   mächtige   „Watzmann“   empor.   Wir   kamen gerade   noch   rechtzeitig   zum   Sonnenuntergang   an   und   blieben   bis   zur blauen    Stunde    um    noch    einige    Langzeitbelichtungen,    mit    den fahrenden    Autos,    aufzunehmen.    Den    besten    Blick    auf    die    Kirche „Maria   Gern“   hat   man   von   einem   Privatgrundstück   aus.   Hier   solltet   ihr aber den Besitzer, der direkt dort wohnt, vorab um Erlaubnis fragen.    An    Tag    4    fuhren    wir    wieder    mal    nach    Österreich,    diesmal    ins malerische    Örtchen    „Hallstatt“    am    Hallstatter    See,    welches    zur UNESCO-Welterbestätte   gehört.   Offensichtlich   ist   das   Motiv   auch   über Europas    Grenzen    extrem    bekannt,    denn    als    wir    dort    ankamen warteten   schon   gefühlt   dreißig   andere   Fotografen,   aus   aller   Welt,   auf den   Sonnenaufgang.   Leider   spielte   das   Wetter   nicht   die   Rolle,   die   ich mir   gern   gewünscht   hätte.   Der   See   war   zu   unruhig   und   es   zogen immer   wieder   dicke   Wolken   auf,   die   den   Blick   auf   die   umliegenden Berge   versperrten.   In   dem   Moment,   als   die   Sonne   durch   das   kleine   Tal aufging   und   ihre   wärmenden   Strahlen   in   Richtung   Ort   schickte,   riss ein    kleines    Wolkenloch    auf    und    der    Ort    wirkte    für    einen    kurzen Moment so, als würde er mit riesigen Scheinwerfern angeleuchtet.  Am   Abend   machten   wir   dann   nochmal   Station   an   der   Pfarrkirche   „St. Sebastian“    im    kleinen    Dorf    Ramsau.    Die    schicke    Kirche    steht    am Gebirgsbach   „Ramsauer   Ache“   und   ist   ein   beliebtes   Fotomotiv   der Region.   Für   die   Langzeitbelichtung   verwendete   ich   wieder   einen   ND- Filter,    dieses    Mal    in    Verbindung    mit    einem    Verlaufsfilter    um    den Himmel etwas abzudunkeln. Am   letzten   Tag   unserer   Reise   fuhren   wir   nochmal   zum   Hintersee,   an dem   diesmal   schon   einige   Fotografen   ihre   Stative   aufgebaut   hatten. Auch   nicht   schlecht,   denn   so   kam   man   schnell   ins   Gespräch   und   ich lernte   mal   wieder   paar   nette   Fotobegeisterte   aus   anderen   Ländern kennen.     Leider     fehlten     heute     die     kleinen     und     dekorativen Wolkenfetzen   in   den   Baumkronen,   dafür   lugte   aber   die   Sonne   ab   und zu durch die Wolkendecke. Na ja, man kann nicht alles haben. Am   Nachmittag   fuhren   wir   dann   zur   „Wimbachklamm“,   einer   kleinen Schlucht   mit   zahlreichen   kleinen   Wasserfällen   und   Wasserkaskaden.     Die   Klamm   ist   nur   200   m   lang   ist,   aber   ein   Besuch   lohnt   sich   in   jedem Fall.   Über   gesicherte   Holzstege,   die   an   den   Felswänden   befestigt   sind lässt   sich   die   Klamm   ganz   bequem   erkunden.   Am   besten   geht   das   an einem   ruhigen   Tag,   denn   bei   vielen   Besuchern   wackeln   die   Stege     etwas   und   der   Platz   darauf   ist   für   Stativ   und   Besucherströme   einfach viel   zu   eng.   In   der   Klamm   benötigt   ihr   unbedingt   auch   ein   Teleobjektiv bis   200mm   Brennweite,   denn   nur   damit   lassen   sich   die   zahlreichen Details der Wasserfälle- und Kaskaden ablichten. Am   nächsten   Morgen   ging   es   dann   ab   Salzburg   wieder   zurück   nach Berlin-Tegel,   mit   jeder   Menge   Bilder   auf   der   Speicherkarte   und   noch mehr   Erinnerungen   im   Kopf.   Solltet   ihr   das   Berchtesgadener   Land schon   mal   ins   Auge   gefasst   haben,   dann   fahrt   unbedingt   einmal   dort hin.   Für   mich   war   es   eine   tolle   Erfahrung   und   die   nächste   Fototour   mit Axel und Andreas ist auch schon wieder gebucht.
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“Wohin auch immer wir reisen, wir suchen, wovon wir träumten, und finden doch stets nur uns selbst..” (Günter Kunert) 
Berchtesgadener Land - Perle der Alpen im September 2017
Meine   Tour   sollte   mich   diesmal   in   das   Berchtesgadener   Land   führen.   Super   schöne   Landschaften,   verschlafene   Dörfer,   tosende   Wasserfälle   und   grandiose   Bergpanoramen   machten   die Auswahl   der   Locations   nicht   gerade   leichter,   zumal   mir   nur   5   Tage   Zeit   blieben   um   meine   Favoriten   auf   den   Sensor   zu   brennen.   Ich   traf   mich,   wie   zuletzt   in   Venedig,   wieder   mit   Andreas aus Hamburg und Axel aus München, der uns beide vom Flughafen mit seinem Auto abholte und die nächsten Tage unser „Chauffeur“ sein sollte. Die   Anreise   von   Berlin   gestaltete   sich   recht   einfach   und   auch   ab   Hamburg   gab   es   einen   Direktflug   nach   Salzburg   in   Österreich.   Vom   Flughafen   Salzburg   nach   Bad   Reichenhall   ist   es   dann nur   noch   ein   Katzensprung,      gerade   mal   15   km   und   auch   an   Übernachtungsmöglichkeiten   gibt   es   keinen   Mangel,   allerdings   solltet   ihr   nicht   zu   spät   buchen.   Wir   hatten   zunächst   Probleme eine   adäquate   und   bezahlbare   Unterkunft   für   uns   drei   zu   finden.      Gefunden   haben   wir   diese   dann   im   "Hotel   Almrausch",   wo   wir   für   die   5   Nächte   240,-   EUR   pro   Nase,   inklusive   Frühstück löhnen durften. Unser   erster   Abend   im   Berchtesgadener   Land   fiel   leider   buchstäblich   ins   Wasser,   denn   es   gab   Dauerregen   und   auch   für   die   nächsten   Tage   verhieß   der   Wetterfrosch   nichts   Gutes.   Somit erkundeten   wir   schon   mal   die   Location   in   der   näheren   Umgebung   und   hofften   darauf,   dass   der   Wetterfrosch   sich   geirrt   haben   möge.   Es   ging   zuerst   zum   Hintersee   und   auf   dem   Rückweg hielten   wir   noch   an   der   Pfarrkirche   St.   Sebastian   in   Ramsau.   Als   es   kurz   aufhörte   zu   regnen,   packte   ich   die   Kamera   dann   doch   aus   und   probierte   schon   mal,   wie   es   denn   aussehen   könnte – das Bild von der Kirche am Gebirgsbach. Das Bild war nicht schlecht, aber ein paar Tage später sollte ich an dieser Location noch zu schöneren Fotos kommen. Nach   Einbruch   der   Dunkelheit   fuhren   wir   zurück   nach   Bad   Reichenhall   um   im   „Schwabenbräu“   den   Abend   ausklingen   zu   lassen.   Die   Wirtschaft   hat   uns   so   gut   gefallen,   dass   diese   für   die nächsten   Tage   dann   auch   unser   Stammlokal   werden   sollte.   Sehr   gutes   Essen   zu   vernünftigen   Preisen   (meine   Empfehlung   für   Bad   Reichenhall)   und   an   jedem   Abend   besetzt   bis   auf   den letzten Stuhl. Am   nächsten   Morgen   standen   wir   um   5   Uhr   auf   und   fuhren   zum   Hintersee,   in   der   Hoffnung   auf   besseres   Wetter.   Als   wir   ankamen   war   es   noch   dunkel   und   es   nieselte   leicht   aus   den tiefhängenden   Wolken.   In   den   Wäldern   vor   den   Bergen   hingen   kleine   Wolkenfetzen,   was   der   ganzen   Szenerie   etwas   Mystisches   verleite.   Wir   suchten   uns   jeder   einen   Platz   und   pflanzten unsere   Stative   in   den   matschigen   Waldboden.   Zu   unserer   Verwunderung   waren   wir   hier   an   dieser   Top-Location,   heute   Morgen,   ganz   allein   –   kein   weiterer   Fotograf   weit   und   breit   war   zu sehen.   Der   Himmel   war   bedeckt,   hatte   aber   Zeichnung   und   was   anderes   wollte   ich   auch   nicht,   genau   das   richtige   Wetter   für   stimmungsvolle   Bilder.   Der   glasklare   Bergsee   war   glatt   wie   ein Spiegel   und   die   umliegenden   Berge,   Felsen   und   Bäume   spiegelten   sich   in   der   Wasseroberfläche.   Mit   einem   Verlaufsfilter   bekam   ich   den   hohen   Kontrastunterschied   sehr   gut   in   den   Griff was die spätere Nachbearbeitung am PC erleichterte. Ab   und   an   öffnete   der   Himmel   wieder   seine   Schleusen   und   was   macht   man   als   Fotograf   wenn   es   regnet?   Rrrichtig   -   Man   (n)   sucht   sich   eine   Location,   wo   es   völlig   egal   ist.   Also   fuhren   wir nach   Österreich   zum   „Gollinger   Wasserfall“.   Der   Gollinger   Wasserfall,   eigentlich   Schwarzbachfall   ist   ca.   100m   hoch   und   kommt   direkt   aus   der   Schwarzbachfall-Höhle.   Für   mich   waren   die vielen   großen   und   grün   bemoosten   Steine   ein   optischer   Leckerbissen   und   am   tosenden   Bach,   unterhalb   des   Wasserfalls   steht   eine   kleine,   alte   Wassermühle   mit   einem   großen   Mühlrad davor. Obwohl die Location schon oft fotografiert wurde, finden sich doch immer wieder neue Standorte für die Kamera und keines der Bilder gleicht sich. Da   ich   es   mag,   wenn   das   Wasser   schön   seidig   und   weich   auf   den   Bildern   rüberkommt,   wählte   ich   an   meiner   Kamera   eine   etwas   längere   Belichtungszeit   –   so   etwa   1-2   Sekunden.   Es   war recht   duster   und   somit   konnte   ich   auf   den   Einsatz   eines   ND-Filters   verzichten.   Eine   niedrige   ISO   und   eine   kleine   Blendenöffnung   brachte   heute   die   gewünschte   Belichtungszeit.   Aufgrund des verregneten Wetters waren wir auch ganz allein am Wasserfall und brauchten somit keine Touristen mit Selfie-Sticks  fürchten, die uns ständig im Bild herum standen. Anschließend   fuhren   wir   noch   zu   der   kleinen   „Lochstein-Kapelle“,   oberhalb   von   Berchtesgaden.   Der   Himmel   hatte   sich   etwas   aufgeklart,   aber   der   erhoffte   Sonnenuntergang   mit   dem typischen Alpenglühen blieb leider aus. Dennoch eine sehr schöne Location mit dem gewaltigen „Watzmann“ im Hintergrund. Am   dritten   Tag   war   kein   Regen   vorhergesagt   und   somit   wollten   wir   zum   „Obersee“,   welcher   der   wohl   malerischste   Bergsee   in   den   Alpen   ist.   Der   See   ist   nur   500   m   breit,      1,32   km   lang und   max.   51   m   tief   und   an   den   Seiten   des   glasklaren   Sees   ragen   1.000   m   hohe   Felswände   auf,   während   am   südlichen   Ufer   das   Gelände   erst   sanft   und   später   sehr   steil   ansteigt.   Dort findet   sich   auch   die   500   Jahre   alte   „Fischunkelalm“   und   der   mit   470   m   höchste   Wasserfall   Deutschlands   -   der   „Röthbachfall“.   Um   die   Versorgung   der   Alm   zu   gewährleisten   gibt   es   an beiden Seiten des Sees alte Bootshäuser aus Holz, die das Ziel unserer Reise sein sollten. Die   Anreise   zum   „Obersee“   ist   mit   dem   Auto   nicht   möglich,   entweder   ihr   geht   mehrere   Stunden   zu   Fuß   oder   ihr   macht   es   wie   wir.   Von   Schönau   fahren   wir   ca.   1   Stunde   mit   dem   Boot   über den   „Königsee“   und   dann   geht   es   weiter,   in   20   min.   zu   Fuß,   zum   „Obersee“.   Zur   „Fischunkelalm“   dauert   es   dann   nochmal   ca.   1   Stunde   am   Ufer   des   Sees   entlang.   Ich   würde   den   Weg   als mittelschwer   bezeichnen   und   gute   Wanderschuhe   sollten   selbstverständlich   sein.   Es   ist   definitiv   kein   Spaziergang   wie   im   heimischen   Stadtpark,   aber   auch   für   wenig   geübte   Wanderer   ist die Tour durchaus machbar. Die Kulisse ist einzigartig und es gibt zahlreiche Motive zu entdecken - der „Obersee“ zählt für mich mit zu den Top-Locations im Berchtesgadener Land. Da   das   Wetter   mitspielte   sind   wir   am   Abend   noch   zur   Kirche   „Maria   Gern“   gefahren.   Die   kleine,   schicke   Kirche   thront   auf   einem   Hügel   und   im   Hintergrund   ragt   der   mächtige   „Watzmann“ empor.   Wir   kamen   gerade   noch   rechtzeitig   zum   Sonnenuntergang   an   und   blieben   bis   zur   blauen   Stunde   um   noch   einige   Langzeitbelichtungen,   mit   den   fahrenden   Autos,   aufzunehmen. Den besten Blick auf die Kirche „Maria Gern“ hat man von einem Privatgrundstück aus. Hier solltet ihr aber den Besitzer, der direkt dort wohnt, vorab um Erlaubnis fragen.   An   Tag   4   fuhren   wir   wieder   mal   nach   Österreich,   diesmal   ins   malerische   Örtchen   „Hallstatt“   am   Hallstatter   See,   welches   zur   UNESCO-Welterbestätte   gehört.   Offensichtlich   ist   das   Motiv auch   über   Europas   Grenzen   extrem   bekannt,   denn   als   wir   dort   ankamen   warteten   schon   gefühlt   dreißig   andere   Fotografen,   aus   aller   Welt,   auf   den   Sonnenaufgang.   Leider   spielte   das Wetter   nicht   die   Rolle,   die   ich   mir   gern   gewünscht   hätte.   Der   See   war   zu   unruhig   und   es   zogen   immer   wieder   dicke   Wolken   auf,   die   den   Blick   auf   die   umliegenden   Berge   versperrten.   In dem   Moment,   als   die   Sonne   durch   das   kleine   Tal   aufging   und   ihre   wärmenden   Strahlen   in   Richtung   Ort   schickte,   riss   ein   kleines   Wolkenloch   auf   und   der   Ort   wirkte   für   einen   kurzen Moment so, als würde er mit riesigen Scheinwerfern angeleuchtet.  Am   Abend   machten   wir   dann   nochmal   Station   an   der   Pfarrkirche   „St.   Sebastian“   im   kleinen   Dorf   Ramsau.   Die   schicke   Kirche   steht   am   Gebirgsbach   „Ramsauer   Ache“   und   ist   ein   beliebtes Fotomotiv der Region. Für die Langzeitbelichtung verwendete ich wieder einen ND-Filter, dieses Mal in Verbindung mit einem Verlaufsfilter um den Himmel etwas abzudunkeln. Am   letzten   Tag   unserer   Reise   fuhren   wir   nochmal   zum   Hintersee,   an   dem   diesmal   schon   einige   Fotografen   ihre   Stative   aufgebaut   hatten.   Auch   nicht   schlecht,   denn   so   kam   man   schnell   ins Gespräch   und   ich   lernte   mal   wieder   paar   nette   Fotobegeisterte   aus   anderen   Ländern   kennen.   Leider   fehlten   heute   die   kleinen   und   dekorativen   Wolkenfetzen   in   den   Baumkronen,   dafür lugte aber die Sonne ab und zu durch die Wolkendecke. Na ja, man kann nicht alles haben. Am   Nachmittag   fuhren   wir   dann   zur   „Wimbachklamm“,   einer   kleinen   Schlucht   mit   zahlreichen   kleinen   Wasserfällen   und   Wasserkaskaden.      Die   Klamm   ist   nur   200   m   lang   ist,   aber   ein Besuch   lohnt   sich   in   jedem   Fall.   Über   gesicherte   Holzstege,   die   an   den   Felswänden   befestigt   sind   lässt   sich   die   Klamm   ganz   bequem   erkunden.   Am   besten   geht   das   an   einem   ruhigen   Tag, denn   bei   vielen   Besuchern   wackeln   die   Stege   etwas   und   der   Platz   darauf   ist   für   Stativ   und   Besucherströme   einfach   viel   zu   eng.   In   der   Klamm   benötigt   ihr   unbedingt   auch   ein   Teleobjektiv bis 200mm Brennweite, denn nur damit lassen sich die zahlreichen Details der Wasserfälle- und Kaskaden ablichten. Am   nächsten   Morgen   ging   es   dann   ab   Salzburg   wieder   zurück   nach   Berlin-Tegel,   mit   jeder   Menge   Bilder   auf   der   Speicherkarte   und   noch   mehr   Erinnerungen   im   Kopf.   Solltet   ihr   das Berchtesgadener   Land   schon   mal   ins   Auge   gefasst   haben,   dann   fahrt   unbedingt   einmal   dort   hin.   Für   mich   war   es   eine   tolle   Erfahrung   und   die   nächste   Fototour   mit   Axel   und   Andreas   ist auch schon wieder gebucht.
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“Wohin auch immer wir reisen, wir suchen, wovon wir träumten, und finden doch stets nur uns selbst..” (Günter Kunert) 
Berchtesgadener Land - Perle der Alpen im September 2017
Meine   Tour   sollte   mich   diesmal   in   das   Berchtesgadener   Land   führen.   Super   schöne   Landschaften,   verschlafene   Dörfer,   tosende   Wasserfälle   und   grandiose   Bergpanoramen   machten   die Auswahl   der   Locations   nicht   gerade   leichter,   zumal   mir   nur   5   Tage   Zeit   blieben   um   meine   Favoriten   auf   den   Sensor   zu   brennen.   Ich   traf   mich,   wie   zuletzt   in   Venedig,   wieder   mit   Andreas aus Hamburg und Axel aus München, der uns beide vom Flughafen mit seinem Auto abholte und die nächsten Tage unser „Chauffeur“ sein sollte. Die   Anreise   von   Berlin   gestaltete   sich   recht   einfach   und   auch   ab   Hamburg   gab   es   einen   Direktflug   nach   Salzburg   in   Österreich.   Vom   Flughafen   Salzburg   nach   Bad   Reichenhall   ist   es   dann nur   noch   ein   Katzensprung,      gerade   mal   15   km   und   auch   an   Übernachtungsmöglichkeiten   gibt   es   keinen   Mangel,   allerdings   solltet   ihr   nicht   zu   spät   buchen.   Wir   hatten   zunächst   Probleme eine   adäquate   und   bezahlbare   Unterkunft   für   uns   drei   zu   finden.      Gefunden   haben   wir   diese   dann   im   "Hotel   Almrausch",   wo   wir   für   die   5   Nächte   240,-   EUR   pro   Nase,   inklusive   Frühstück löhnen durften. Unser   erster   Abend   im   Berchtesgadener   Land   fiel   leider   buchstäblich   ins   Wasser,   denn   es   gab   Dauerregen   und   auch   für   die   nächsten   Tage   verhieß   der   Wetterfrosch   nichts   Gutes.   Somit erkundeten   wir   schon   mal   die   Location   in   der   näheren   Umgebung   und   hofften   darauf,   dass   der   Wetterfrosch   sich   geirrt   haben   möge.   Es   ging   zuerst   zum   Hintersee   und   auf   dem   Rückweg hielten   wir   noch   an   der   Pfarrkirche   St.   Sebastian   in   Ramsau.   Als   es   kurz   aufhörte   zu   regnen,   packte   ich   die   Kamera   dann   doch   aus   und   probierte   schon   mal,   wie   es   denn   aussehen   könnte – das Bild von der Kirche am Gebirgsbach. Das Bild war nicht schlecht, aber ein paar Tage später sollte ich an dieser Location noch zu schöneren Fotos kommen. Nach   Einbruch   der   Dunkelheit   fuhren   wir   zurück   nach   Bad   Reichenhall   um   im   „Schwabenbräu“   den   Abend   ausklingen   zu   lassen.   Die   Wirtschaft   hat   uns   so   gut   gefallen,   dass   diese   für   die nächsten   Tage   dann   auch   unser   Stammlokal   werden   sollte.   Sehr   gutes   Essen   zu   vernünftigen   Preisen   (meine   Empfehlung   für   Bad   Reichenhall)   und   an   jedem   Abend   besetzt   bis   auf   den letzten Stuhl. Am   nächsten   Morgen   standen   wir   um   5   Uhr   auf   und   fuhren   zum   Hintersee,   in   der   Hoffnung   auf   besseres   Wetter.   Als   wir   ankamen   war   es   noch   dunkel   und   es   nieselte   leicht   aus   den tiefhängenden   Wolken.   In   den   Wäldern   vor   den   Bergen   hingen   kleine   Wolkenfetzen,   was   der   ganzen   Szenerie   etwas   Mystisches   verleite.   Wir   suchten   uns   jeder   einen   Platz   und   pflanzten unsere   Stative   in   den   matschigen   Waldboden.   Zu   unserer   Verwunderung   waren   wir   hier   an   dieser   Top-Location,   heute   Morgen,   ganz   allein   –   kein   weiterer   Fotograf   weit   und   breit   war   zu sehen.   Der   Himmel   war   bedeckt,   hatte   aber   Zeichnung   und   was   anderes   wollte   ich   auch   nicht,   genau   das   richtige   Wetter   für   stimmungsvolle   Bilder.   Der   glasklare   Bergsee   war   glatt   wie   ein Spiegel   und   die   umliegenden   Berge,   Felsen   und   Bäume   spiegelten   sich   in   der   Wasseroberfläche.   Mit   einem   Verlaufsfilter   bekam   ich   den   hohen   Kontrastunterschied   sehr   gut   in   den   Griff was die spätere Nachbearbeitung am PC erleichterte. Ab   und   an   öffnete   der   Himmel   wieder   seine   Schleusen   und   was   macht   man   als   Fotograf   wenn   es   regnet?   Rrrichtig   -   Man   (n)   sucht   sich   eine   Location,   wo   es   völlig   egal   ist.   Also   fuhren   wir nach   Österreich   zum   „Gollinger   Wasserfall“.   Der   Gollinger   Wasserfall,   eigentlich   Schwarzbachfall   ist   ca.   100m   hoch   und   kommt   direkt   aus   der   Schwarzbachfall-Höhle.   Für   mich   waren   die vielen   großen   und   grün   bemoosten   Steine   ein   optischer   Leckerbissen   und   am   tosenden   Bach,   unterhalb   des   Wasserfalls   steht   eine   kleine,   alte   Wassermühle   mit   einem   großen   Mühlrad davor. Obwohl die Location schon oft fotografiert wurde, finden sich doch immer wieder neue Standorte für die Kamera und keines der Bilder gleicht sich. Da   ich   es   mag,   wenn   das   Wasser   schön   seidig   und   weich   auf   den   Bildern   rüberkommt,   wählte   ich   an   meiner   Kamera   eine   etwas   längere   Belichtungszeit   –   so   etwa   1-2   Sekunden.   Es   war recht   duster   und   somit   konnte   ich   auf   den   Einsatz   eines   ND-Filters   verzichten.   Eine   niedrige   ISO   und   eine   kleine   Blendenöffnung   brachte   heute   die   gewünschte   Belichtungszeit.   Aufgrund des verregneten Wetters waren wir auch ganz allein am Wasserfall und brauchten somit keine Touristen mit Selfie-Sticks  fürchten, die uns ständig im Bild herum standen. Anschließend   fuhren   wir   noch   zu   der   kleinen   „Lochstein-Kapelle“,   oberhalb   von   Berchtesgaden.   Der   Himmel   hatte   sich   etwas   aufgeklart,   aber   der   erhoffte   Sonnenuntergang   mit   dem typischen Alpenglühen blieb leider aus. Dennoch eine sehr schöne Location mit dem gewaltigen „Watzmann“ im Hintergrund. Am   dritten   Tag   war   kein   Regen   vorhergesagt   und   somit   wollten   wir   zum   „Obersee“,   welcher   der   wohl   malerischste   Bergsee   in   den   Alpen   ist.   Der   See   ist   nur   500   m   breit,      1,32   km   lang und   max.   51   m   tief   und   an   den   Seiten   des   glasklaren   Sees   ragen   1.000   m   hohe   Felswände   auf,   während   am   südlichen   Ufer   das   Gelände   erst   sanft   und   später   sehr   steil   ansteigt.   Dort findet   sich   auch   die   500   Jahre   alte   „Fischunkelalm“   und   der   mit   470   m   höchste   Wasserfall   Deutschlands   -   der   „Röthbachfall“.   Um   die   Versorgung   der   Alm   zu   gewährleisten   gibt   es   an beiden Seiten des Sees alte Bootshäuser aus Holz, die das Ziel unserer Reise sein sollten. Die   Anreise   zum   „Obersee“   ist   mit   dem   Auto   nicht   möglich,   entweder   ihr   geht   mehrere   Stunden   zu   Fuß   oder   ihr   macht   es   wie   wir.   Von   Schönau   fahren   wir   ca.   1   Stunde   mit   dem   Boot   über den   „Königsee“   und   dann   geht   es   weiter,   in   20   min.   zu   Fuß,   zum   „Obersee“.   Zur   „Fischunkelalm“   dauert   es   dann   nochmal   ca.   1   Stunde   am   Ufer   des   Sees   entlang.   Ich   würde   den   Weg   als mittelschwer   bezeichnen   und   gute   Wanderschuhe   sollten   selbstverständlich   sein.   Es   ist   definitiv   kein   Spaziergang   wie   im   heimischen   Stadtpark,   aber   auch   für   wenig   geübte   Wanderer   ist die Tour durchaus machbar. Die Kulisse ist einzigartig und es gibt zahlreiche Motive zu entdecken - der „Obersee“ zählt für mich mit zu den Top-Locations im Berchtesgadener Land. Da   das   Wetter   mitspielte   sind   wir   am   Abend   noch   zur   Kirche   „Maria   Gern“   gefahren.   Die   kleine,   schicke   Kirche   thront   auf   einem   Hügel   und   im   Hintergrund   ragt   der   mächtige   „Watzmann“ empor.   Wir   kamen   gerade   noch   rechtzeitig   zum   Sonnenuntergang   an   und   blieben   bis   zur   blauen   Stunde   um   noch   einige   Langzeitbelichtungen,   mit   den   fahrenden   Autos,   aufzunehmen. Den besten Blick auf die Kirche „Maria Gern“ hat man von einem Privatgrundstück aus. Hier solltet ihr aber den Besitzer, der direkt dort wohnt, vorab um Erlaubnis fragen.   An   Tag   4   fuhren   wir   wieder   mal   nach   Österreich,   diesmal   ins   malerische   Örtchen   „Hallstatt“   am   Hallstatter   See,   welches   zur   UNESCO-Welterbestätte   gehört.   Offensichtlich   ist   das   Motiv auch   über   Europas   Grenzen   extrem   bekannt,   denn   als   wir   dort   ankamen   warteten   schon   gefühlt   dreißig   andere   Fotografen,   aus   aller   Welt,   auf   den   Sonnenaufgang.   Leider   spielte   das Wetter   nicht   die   Rolle,   die   ich   mir   gern   gewünscht   hätte.   Der   See   war   zu   unruhig   und   es   zogen   immer   wieder   dicke   Wolken   auf,   die   den   Blick   auf   die   umliegenden   Berge   versperrten.   In dem   Moment,   als   die   Sonne   durch   das   kleine   Tal   aufging   und   ihre   wärmenden   Strahlen   in   Richtung   Ort   schickte,   riss   ein   kleines   Wolkenloch   auf   und   der   Ort   wirkte   für   einen   kurzen Moment so, als würde er mit riesigen Scheinwerfern angeleuchtet.  Am   Abend   machten   wir   dann   nochmal   Station   an   der   Pfarrkirche   „St.   Sebastian“   im   kleinen   Dorf   Ramsau.   Die   schicke   Kirche   steht   am   Gebirgsbach   „Ramsauer   Ache“   und   ist   ein   beliebtes Fotomotiv der Region. Für die Langzeitbelichtung verwendete ich wieder einen ND-Filter, dieses Mal in Verbindung mit einem Verlaufsfilter um den Himmel etwas abzudunkeln. Am   letzten   Tag   unserer   Reise   fuhren   wir   nochmal   zum   Hintersee,   an   dem   diesmal   schon   einige   Fotografen   ihre   Stative   aufgebaut   hatten.   Auch   nicht   schlecht,   denn   so   kam   man   schnell   ins Gespräch   und   ich   lernte   mal   wieder   paar   nette   Fotobegeisterte   aus   anderen   Ländern   kennen.   Leider   fehlten   heute   die   kleinen   und   dekorativen   Wolkenfetzen   in   den   Baumkronen,   dafür lugte aber die Sonne ab und zu durch die Wolkendecke. Na ja, man kann nicht alles haben. Am   Nachmittag   fuhren   wir   dann   zur   „Wimbachklamm“,   einer   kleinen   Schlucht   mit   zahlreichen   kleinen   Wasserfällen   und   Wasserkaskaden.      Die   Klamm   ist   nur   200   m   lang   ist,   aber   ein Besuch   lohnt   sich   in   jedem   Fall.   Über   gesicherte   Holzstege,   die   an   den   Felswänden   befestigt   sind   lässt   sich   die   Klamm   ganz   bequem   erkunden.   Am   besten   geht   das   an   einem   ruhigen   Tag, denn   bei   vielen   Besuchern   wackeln   die   Stege   etwas   und   der   Platz   darauf   ist   für   Stativ   und   Besucherströme   einfach   viel   zu   eng.   In   der   Klamm   benötigt   ihr   unbedingt   auch   ein   Teleobjektiv bis 200mm Brennweite, denn nur damit lassen sich die zahlreichen Details der Wasserfälle- und Kaskaden ablichten. Am   nächsten   Morgen   ging   es   dann   ab   Salzburg   wieder   zurück   nach   Berlin-Tegel,   mit   jeder   Menge   Bilder   auf   der   Speicherkarte   und   noch   mehr   Erinnerungen   im   Kopf.   Solltet   ihr   das Berchtesgadener   Land   schon   mal   ins   Auge   gefasst   haben,   dann   fahrt   unbedingt   einmal   dort   hin.   Für   mich   war   es   eine   tolle   Erfahrung   und   die   nächste   Fototour   mit   Axel   und   Andreas   ist auch schon wieder gebucht.