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ADRESSE Birkenweg 12 16321 Rüdnitz, Deutschland
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photos © by Tilo Grellmann - all rights reserved

FOTOREISE IN DAS BERCHTESGADENER LAND

19/09/2017 - 24/09/2017 Meine Tour sollte mich diesmal in das Berchtesgadener Land führen. Super schöne Landschaften, verschlafene Dörfer, tosende Wasserfälle und grandiose Bergpanoramen machten die Auswahl der Locations nicht gerade leichter, zumal mir nur 5 Tage Zeit blieben um meine Favoriten auf den Sensor zu brennen. Ich traf mich, wie zuletzt in Venedig, wieder mit Andreas aus Hamburg und Axel aus München, der uns beide vom Flughafen mit seinem Auto abholte und die nächsten Tage unser „Chauffeur“ sein sollte. Die Anreise von Berlin gestaltete sich recht einfach und auch ab Hamburg gab es einen Direktflug nach Salzburg in Österreich. Vom Flughafen Salzburg nach Bad Reichenhall ist es dann nur noch ein Katzensprung, gerade mal 15 km und auch an Übernachtungsmöglichkeiten gibt es keinen Mangel, allerdings solltet ihr nicht zu spät buchen. Wir hatten zunächst Probleme eine adäquate und bezahlbare Unterkunft für uns drei zu finden. Gefunden haben wir diese dann im "Hotel Almrausch", wo wir für die 5 Nächte 240,- EUR pro Nase, inklusive Frühstück löhnen durften. Unser erster Abend im Berchtesgadener Land fiel leider buchstäblich ins Wasser, denn es gab Dauerregen und auch für die nächsten Tage verhieß der Wetterfrosch nichts Gutes. Somit erkundeten wir schon mal die Location in der näheren Umgebung und hofften darauf, dass der Wetterfrosch sich geirrt haben möge. Es ging zuerst zum Hintersee und auf dem Rückweg hielten wir noch an der Pfarrkirche St. Sebastian in Ramsau. Als es kurz aufhörte zu regnen, packte ich die Kamera dann doch aus und probierte schon mal, wie es denn aussehen könnte das Bild von der Kirche am Gebirgsbach. Das Bild war nicht schlecht, aber ein paar Tage später sollte ich an dieser Location noch zu schöneren Fotos kommen. Nach Einbruch der Dunkelheit fuhren wir zurück nach Bad Reichenhall um im „Schwabenbräu“ den Abend ausklingen zu lassen. Die Wirtschaft hat uns so gut gefallen, dass diese für die nächsten Tage dann auch unser Stammlokal werden sollte. Sehr gutes Essen zu vernünftigen Preisen (meine Empfehlung für Bad Reichenhall) und an jedem Abend besetzt bis auf den letzten Stuhl. Am nächsten Morgen standen wir um 5 Uhr auf und fuhren zum Hintersee, in der Hoffnung auf besseres Wetter. Als wir ankamen war es noch dunkel und es nieselte leicht aus den tiefhängenden Wolken. In den Wäldern vor den Bergen hingen kleine Wolkenfetzen, was der ganzen Szenerie etwas Mystisches verleite. Wir suchten uns jeder einen Platz und pflanzten unsere Stative in den matschigen Waldboden. Zu unserer Verwunderung waren wir hier an dieser Top- Location, heute Morgen, ganz allein kein weiterer Fotograf weit und breit war zu sehen. Der Himmel war bedeckt, hatte aber Zeichnung und was anderes wollte ich auch nicht, genau das richtige Wetter für stimmungsvolle Bilder. Der glasklare Bergsee war glatt wie ein Spiegel und die umliegenden Berge, Felsen und Bäume spiegelten sich in der Wasseroberfläche. Mit einem Verlaufsfilter bekam ich den hohen Kontrastunterschied sehr gut in den Griff was die spätere Nachbearbeitung am PC erleichterte. Ab und an öffnete der Himmel wieder seine Schleusen und was macht man als Fotograf wenn es regnet? Rrrichtig - Man (n) sucht sich eine Location, wo es völlig egal ist. Also fuhren wir nach Österreich zum „Gollinger Wasserfall“. Der Gollinger Wasserfall, eigentlich Schwarzbachfall ist ca. 100m hoch und kommt direkt aus der Schwarzbachfall-Höhle. Für mich waren die vielen großen und grün bemoosten Steine ein optischer Leckerbissen und am tosenden Bach, unterhalb des Wasserfalls steht eine kleine, alte Wassermühle mit einem großen Mühlrad davor. Obwohl die Location schon oft fotografiert wurde, finden sich doch immer wieder neue Standorte für die Kamera und keines der Bilder gleicht sich. Da ich es mag, wenn das Wasser schön seidig und weich auf den Bildern rüberkommt, wählte ich an meiner Kamera eine etwas längere Belichtungszeit so etwa 1-2 Sekunden. Es war recht duster und somit konnte ich auf den Einsatz eines ND-Filters verzichten. Eine niedrige ISO und eine kleine Blendenöffnung brachte heute die gewünschte Belichtungszeit. Aufgrund des verregneten Wetters waren wir auch ganz allein am Wasserfall und brauchten somit keine Touristen mit Selfie-Sticks fürchten, die uns ständig im Bild herum standen. Anschließend fuhren wir noch zu der kleinen „Lochstein-Kapelle“, oberhalb von Berchtesgaden. Der Himmel hatte sich etwas aufgeklart, aber der erhoffte Sonnenuntergang mit dem typischen Alpenglühen blieb leider aus. Dennoch eine sehr schöne Location mit dem gewaltigen „Watzmann“ im Hintergrund. Am dritten Tag war kein Regen vorhergesagt und somit wollten wir zum „Obersee“, welcher der wohl malerischste Bergsee in den Alpen ist. Der See ist nur 500 m breit, 1,32 km lang und max. 51 m tief und an den Seiten des glasklaren Sees ragen 1.000 m hohe Felswände auf, während am südlichen Ufer das Gelände erst sanft und später sehr steil ansteigt. Dort findet sich auch die 500 Jahre alte „Fischunkelalm“ und der mit 470 m höchste Wasserfall Deutschlands - der „Röthbachfall“. Um die Versorgung der Alm zu gewährleisten gibt es an beiden Seiten des Sees alte Bootshäuser aus Holz, die das Ziel unserer Reise sein sollten. Die Anreise zum „Obersee“ ist mit dem Auto nicht möglich, entweder ihr geht mehrere Stunden zu Fuß oder ihr macht es wie wir. Von Schönau fahren wir ca. 1 Stunde mit dem Boot über den „Königsee“ und dann geht es weiter, in 20 min. zu Fuß, zum „Obersee“. Zur „Fischunkelalm“ dauert es dann nochmal ca. 1 Stunde am Ufer des Sees entlang. Ich würde den Weg als mittelschwer bezeichnen und gute Wanderschuhe sollten selbstverständlich sein. Es ist definitiv kein Spaziergang wie im heimischen Stadtpark, aber auch für wenig geübte Wanderer ist die Tour durchaus machbar. Die Kulisse ist einzigartig und es gibt zahlreiche Motive zu entdecken - der „Obersee“ zählt für mich mit zu den Top-Locations im Berchtesgadener Land. Da das Wetter mitspielte sind wir am Abend noch zur Kirche „Maria Gern“ gefahren. Die kleine, schicke Kirche thront auf einem Hügel und im Hintergrund ragt der mächtige „Watzmann“ empor. Wir kamen gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang an und blieben bis zur blauen Stunde um noch einige Langzeitbelichtungen, mit den fahrenden Autos, aufzunehmen. Den besten Blick auf die Kirche „Maria Gern“ hat man von einem Privatgrundstück aus. Hier solltet ihr aber den Besitzer, der direkt dort wohnt, vorab um Erlaubnis fragen. An Tag 4 fuhren wir wieder mal nach Österreich, diesmal ins malerische Örtchen „Hallstatt“ am Hallstatter See, welches zur UNESCO-Welterbestätte gehört. Offensichtlich ist das Motiv auch über Europas Grenzen extrem bekannt, denn als wir dort ankamen warteten schon gefühlt dreißig andere Fotografen, aus aller Welt, auf den Sonnenaufgang. Leider spielte das Wetter nicht die Rolle, die ich mir gern gewünscht hätte. Der See war zu unruhig und es zogen immer wieder dicke Wolken auf, die den Blick auf die umliegenden Berge versperrten. In dem Moment, als die Sonne durch das kleine Tal aufging und ihre wärmenden Strahlen in Richtung Ort schickte, riss ein kleines Wolkenloch auf und der Ort wirkte für einen kurzen Moment so, als würde er mit riesigen Scheinwerfern angeleuchtet. Am Abend machten wir dann nochmal Station an der Pfarrkirche „St. Sebastian“ im kleinen Dorf Ramsau. Die schicke Kirche steht am Gebirgsbach „Ramsauer Ache“ und ist ein beliebtes Fotomotiv der Region. Für die Langzeitbelichtung verwendete ich wieder einen ND-Filter, dieses Mal in Verbindung mit einem Verlaufsfilter um den Himmel etwas abzudunkeln. Am letzten Tag unserer Reise fuhren wir nochmal zum Hintersee, an dem diesmal schon einige Fotografen ihre Stative aufgebaut hatten. Auch nicht schlecht, denn so kam man schnell ins Gespräch und ich lernte mal wieder paar nette Fotobegeisterte aus anderen Ländern kennen. Leider fehlten heute die kleinen und dekorativen Wolkenfetzen in den Baumkronen, dafür lugte aber die Sonne ab und zu durch die Wolkendecke. Na ja, man kann nicht alles haben. Am Nachmittag fuhren wir dann zur „Wimbachklamm“, einer kleinen Schlucht mit zahlreichen kleinen Wasserfällen und Wasserkaskaden. Die Klamm ist nur 200 m lang ist, aber ein Besuch lohnt sich in jedem Fall. Über gesicherte Holzstege, die an den Felswänden befestigt sind lässt sich die Klamm ganz bequem erkunden. Am besten geht das an einem ruhigen Tag, denn bei vielen Besuchern wackeln die Stege etwas und der Platz darauf ist für Stativ und Besucherströme einfach viel zu eng. In der Klamm benötigt ihr unbedingt auch ein Teleobjektiv bis 200mm Brennweite, denn nur damit lassen sich die zahlreichen Details der Wasserfälle- und Kaskaden ablichten. Am nächsten Morgen ging es dann ab Salzburg wieder zurück nach Berlin-Tegel, mit jeder Menge Bilder auf der Speicherkarte und noch mehr Erinnerungen im Kopf. Solltet ihr das Berchtesgadener Land schon mal ins Auge gefasst haben, dann fahrt unbedingt einmal dort hin. Für mich war es eine tolle Erfahrung und die nächste Fototour mit Axel und Andreas ist auch schon wieder gebucht.
BERCHTESGADENER LAND Die Perle der Alpen
BERCHTESGADEN die perle der alpen
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BERCHTESGADENER LAND

19/09/2017 - 24/09/2017 Meine Tour sollte mich diesmal in das Berchtesgadener Land führen. Super schöne Landschaften, verschlafene Dörfer, tosende Wasserfälle und grandiose Bergpanoramen machten die Auswahl der Locations nicht gerade leichter, zumal mir nur 5 Tage Zeit blieben um meine Favoriten auf den Sensor zu brennen. Ich traf mich, wie zuletzt in Venedig, wieder mit Andreas aus Hamburg und Axel aus München, der uns beide vom Flughafen mit seinem Auto abholte und die nächsten Tage unser „Chauffeur“ sein sollte. Die Anreise von Berlin gestaltete sich recht einfach und auch ab Hamburg gab es einen Direktflug nach Salzburg in Österreich. Vom Flughafen Salzburg nach Bad Reichenhall ist es dann nur noch ein Katzensprung, gerade mal 15 km und auch an Übernachtungsmöglichkeiten gibt es keinen Mangel, allerdings solltet ihr nicht zu spät buchen. Wir hatten zunächst Probleme eine adäquate und bezahlbare Unterkunft für uns drei zu finden. Gefunden haben wir diese dann im "Hotel Almrausch", wo wir für die 5 Nächte 240,- EUR pro Nase, inklusive Frühstück löhnen durften. Unser erster Abend im Berchtesgadener Land fiel leider buchstäblich ins Wasser, denn es gab Dauerregen und auch für die nächsten Tage verhieß der Wetterfrosch nichts Gutes. Somit erkundeten wir schon mal die Location in der näheren Umgebung und hofften darauf, dass der Wetterfrosch sich geirrt haben möge. Es ging zuerst zum Hintersee und auf dem Rückweg hielten wir noch an der Pfarrkirche St. Sebastian in Ramsau. Als es kurz aufhörte zu regnen, packte ich die Kamera dann doch aus und probierte schon mal, wie es denn aussehen könnte das Bild von der Kirche am Gebirgsbach. Das Bild war nicht schlecht, aber ein paar Tage später sollte ich an dieser Location noch zu schöneren Fotos kommen. Nach Einbruch der Dunkelheit fuhren wir zurück nach Bad Reichenhall um im „Schwabenbräu“ den Abend ausklingen zu lassen. Die Wirtschaft hat uns so gut gefallen, dass diese für die nächsten Tage dann auch unser Stammlokal werden sollte. Sehr gutes Essen zu vernünftigen Preisen (meine Empfehlung für Bad Reichenhall) und an jedem Abend besetzt bis auf den letzten Stuhl. Am nächsten Morgen standen wir um 5 Uhr auf und fuhren zum Hintersee, in der Hoffnung auf besseres Wetter. Als wir ankamen war es noch dunkel und es nieselte leicht aus den tiefhängenden Wolken. In den Wäldern vor den Bergen hingen kleine Wolkenfetzen, was der ganzen Szenerie etwas Mystisches verleite. Wir suchten uns jeder einen Platz und pflanzten unsere Stative in den matschigen Waldboden. Zu unserer Verwunderung waren wir hier an dieser Top-Location, heute Morgen, ganz allein kein weiterer Fotograf weit und breit war zu sehen. Der Himmel war bedeckt, hatte aber Zeichnung und was anderes wollte ich auch nicht, genau das richtige Wetter für stimmungsvolle Bilder. Der glasklare Bergsee war glatt wie ein Spiegel und die umliegenden Berge, Felsen und Bäume spiegelten sich in der Wasseroberfläche. Mit einem Verlaufsfilter bekam ich den hohen Kontrastunterschied sehr gut in den Griff was die spätere Nachbearbeitung am PC erleichterte. Ab und an öffnete der Himmel wieder seine Schleusen und was macht man als Fotograf wenn es regnet? Rrrichtig - Man (n) sucht sich eine Location, wo es völlig egal ist. Also fuhren wir nach Österreich zum „Gollinger Wasserfall“. Der Gollinger Wasserfall, eigentlich Schwarzbachfall ist ca. 100m hoch und kommt direkt aus der Schwarzbachfall-Höhle. Für mich waren die vielen großen und grün bemoosten Steine ein optischer Leckerbissen und am tosenden Bach, unterhalb des Wasserfalls steht eine kleine, alte Wassermühle mit einem großen Mühlrad davor. Obwohl die Location schon oft fotografiert wurde, finden sich doch immer wieder neue Standorte für die Kamera und keines der Bilder gleicht sich. Da ich es mag, wenn das Wasser schön seidig und weich auf den Bildern rüberkommt, wählte ich an meiner Kamera eine etwas längere Belichtungszeit so etwa 1-2 Sekunden. Es war recht duster und somit konnte ich auf den Einsatz eines ND-Filters verzichten. Eine niedrige ISO und eine kleine Blendenöffnung brachte heute die gewünschte Belichtungszeit. Aufgrund des verregneten Wetters waren wir auch ganz allein am Wasserfall und brauchten somit keine Touristen mit Selfie- Sticks fürchten, die uns ständig im Bild herum standen. Anschließend fuhren wir noch zu der kleinen „Lochstein-Kapelle“, oberhalb von Berchtesgaden. Der Himmel hatte sich etwas aufgeklart, aber der erhoffte Sonnenuntergang mit dem typischen Alpenglühen blieb leider aus. Dennoch eine sehr schöne Location mit dem gewaltigen „Watzmann“ im Hintergrund. Am dritten Tag war kein Regen vorhergesagt und somit wollten wir zum „Obersee“, welcher der wohl malerischste Bergsee in den Alpen ist. Der See ist nur 500 m breit, 1,32 km lang und max. 51 m tief und an den Seiten des glasklaren Sees ragen 1.000 m hohe Felswände auf, während am südlichen Ufer das Gelände erst sanft und später sehr steil ansteigt. Dort findet sich auch die 500 Jahre alte „Fischunkelalm“ und der mit 470 m höchste Wasserfall Deutschlands - der „Röthbachfall“. Um die Versorgung der Alm zu gewährleisten gibt es an beiden Seiten des Sees alte Bootshäuser aus Holz, die das Ziel unserer Reise sein sollten. Die Anreise zum „Obersee“ ist mit dem Auto nicht möglich, entweder ihr geht mehrere Stunden zu Fuß oder ihr macht es wie wir. Von Schönau fahren wir ca. 1 Stunde mit dem Boot über den „Königsee“ und dann geht es weiter, in 20 min. zu Fuß, zum „Obersee“. Zur „Fischunkelalm“ dauert es dann nochmal ca. 1 Stunde am Ufer des Sees entlang. Ich würde den Weg als mittelschwer bezeichnen und gute Wanderschuhe sollten selbstverständlich sein. Es ist definitiv kein Spaziergang wie im heimischen Stadtpark, aber auch für wenig geübte Wanderer ist die Tour durchaus machbar. Die Kulisse ist einzigartig und es gibt zahlreiche Motive zu entdecken - der „Obersee“ zählt für mich mit zu den Top-Locations im Berchtesgadener Land. Da das Wetter mitspielte sind wir am Abend noch zur Kirche „Maria Gern“ gefahren. Die kleine, schicke Kirche thront auf einem Hügel und im Hintergrund ragt der mächtige „Watzmann“ empor. Wir kamen gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang an und blieben bis zur blauen Stunde um noch einige Langzeitbelichtungen, mit den fahrenden Autos, aufzunehmen. Den besten Blick auf die Kirche „Maria Gern“ hat man von einem Privatgrundstück aus. Hier solltet ihr aber den Besitzer, der direkt dort wohnt, vorab um Erlaubnis fragen. An Tag 4 fuhren wir wieder mal nach Österreich, diesmal ins malerische Örtchen „Hallstatt“ am Hallstatter See, welches zur UNESCO- Welterbestätte gehört. Offensichtlich ist das Motiv auch über Europas Grenzen extrem bekannt, denn als wir dort ankamen warteten schon gefühlt dreißig andere Fotografen, aus aller Welt, auf den Sonnenaufgang. Leider spielte das Wetter nicht die Rolle, die ich mir gern gewünscht hätte. Der See war zu unruhig und es zogen immer wieder dicke Wolken auf, die den Blick auf die umliegenden Berge versperrten. In dem Moment, als die Sonne durch das kleine Tal aufging und ihre wärmenden Strahlen in Richtung Ort schickte, riss ein kleines Wolkenloch auf und der Ort wirkte für einen kurzen Moment so, als würde er mit riesigen Scheinwerfern angeleuchtet. Am Abend machten wir dann nochmal Station an der Pfarrkirche „St. Sebastian“ im kleinen Dorf Ramsau. Die schicke Kirche steht am Gebirgsbach „Ramsauer Ache“ und ist ein beliebtes Fotomotiv der Region. Für die Langzeitbelichtung verwendete ich wieder einen ND-Filter, dieses Mal in Verbindung mit einem Verlaufsfilter um den Himmel etwas abzudunkeln. Am letzten Tag unserer Reise fuhren wir nochmal zum Hintersee, an dem diesmal schon einige Fotografen ihre Stative aufgebaut hatten. Auch nicht schlecht, denn so kam man schnell ins Gespräch und ich lernte mal wieder paar nette Fotobegeisterte aus anderen Ländern kennen. Leider fehlten heute die kleinen und dekorativen Wolkenfetzen in den Baumkronen, dafür lugte aber die Sonne ab und zu durch die Wolkendecke. Na ja, man kann nicht alles haben. Am Nachmittag fuhren wir dann zur „Wimbachklamm“, einer kleinen Schlucht mit zahlreichen kleinen Wasserfällen und Wasserkaskaden. Die Klamm ist nur 200 m lang ist, aber ein Besuch lohnt sich in jedem Fall. Über gesicherte Holzstege, die an den Felswänden befestigt sind lässt sich die Klamm ganz bequem erkunden. Am besten geht das an einem ruhigen Tag, denn bei vielen Besuchern wackeln die Stege etwas und der Platz darauf ist für Stativ und Besucherströme einfach viel zu eng. In der Klamm benötigt ihr unbedingt auch ein Teleobjektiv bis 200mm Brennweite, denn nur damit lassen sich die zahlreichen Details der Wasserfälle- und Kaskaden ablichten. Am nächsten Morgen ging es dann ab Salzburg wieder zurück nach Berlin-Tegel, mit jeder Menge Bilder auf der Speicherkarte und noch mehr Erinnerungen im Kopf. Solltet ihr das Berchtesgadener Land schon mal ins Auge gefasst haben, dann fahrt unbedingt einmal dort hin. Für mich war es eine tolle Erfahrung und die nächste Fototour mit Axel und Andreas ist auch schon wieder gebucht.